Traumjob nach der Karenz gefunden
ROHRBACH-BERG. Für die knapp 900 Menschen im Bezirk, die derzeit arbeitslos sind, ist der bevorstehende Tag der Arbeit am 1. Mai kein Tag zum Feiern. Besonders Frauen haben es schwer, nach der Elternzeit beruflich wieder Fuß zu fassen.

Melanie Leitner war vor knapp fünf Jahren in einer ähnlichen Situation, wie es heute vielen Müttern geht: Sie fand keinen Job, den sie mit ihren Betreuungspflichten vereinbaren konnte - bis sie im Rohrbacher Volkshilfe Shop mit einer befristeten Stelle von 20 Stunden anfangen konnte. „Die Zeiteinteilung und die Flexibilität waren optimal für mich. Dass der Kindergarten gleich nebenan ist, war natürlich ein besonderer Bonus“, erzählt die Rohrbach-Bergerin. Heute ist die 26-Jährige Leiterin des Shops in der Bahnhofstraße koordiniert ihre Mitarbeiterinnen, setzt Preise fest, bedient Kunden. „Ich habe nie gedacht, dass ich jemals so gerne in die Arbeit gehen würde. Es ist ein absoluter Traumjob“, freut sich Leitner.
Die Volkshilfe betreibt in Oberösterreich 16 Second Hand Shops und beschäftigt dort 80 Mitarbeiterinnen. Bereichsleiter Fred Edlinger sieht diese Shops als „kleinen, aber feinen Jobmotor in den Bezirken. Für uns steht der Mensch im Vordergrund - Alter, Familienverpflichtungen oder Beeinträchtigungen sind bei der Entscheidung über eine Anstellung kein Nachteil.“
In den Volkshilfe-Shops werden jedes Monat mehr als 20.000 zahlende Kunden registriert. Mit den Einnahmen werden Volkshilfe-Projekte für armutsgefährdete und beschäftigungslose Menschen finanziert. Kleider- und Sachspenden können direkt im Shop abgegeben werden; für größere Dinge, wie etwa Möbel, gibt es einen Abholservice (Tel. 0676/8734 2190).


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