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Unverständliche Aufteilung: Anschaffung eines MRT-Gerätes für das Rohrbacher Spital wird erneut geprüft

Martina Gahleitner, 31.01.2017 12:55

BEZIRK ROHRBACH. Die neuerliche Überprüfung, ob die Anschaffung eines Magnetresonanz-Tomographen für den Standort Rohrbach begründbar sei, hat Landeshauptmann Josef Pühringer dem Verein pro Krankenhaus Rohrbach zugesagt. Im Sommer soll das Ergebnis vorliegen.

Das LKH Rohrbach wartet schon lange auf ein MRT-Gerät. Die neuerliche Überprüfung der Anschaffung ist ein kleiner Lichtblick. Foto: gespag

Seit vielen Jahren wird das MRT-Gerät vom Rohrbacher Krankenhaus gewünscht und gefordert. Denn betroffene Patienten müssen für einen Untersuchungstermin nach Linz ausweichen und dafür oft mehrere Wochen warten. Deshalb hat sich jetzt der Verein pro Krankenhaus Rohrbach um die Sache angenommen und sich vor allem die Verteilung der Magnetresonanz-Tomographen genauer angeschaut: „Im Zentralraum sind etwa 13 MR-Geräte stationiert. Erst zum Jahresende wurde ein weiteres Gerät im Zentralraum in Betrieb genommen. Auch in jedem Viertel drüber der Donau gibt es MR-Geräte, lediglich das Mühlviertel glänzt nach wie vor als weißer Fleck in dieser Versorgung“, zeigt Vereinsobmann Hermann Haselgruber auf. „Diese für uns unerklärliche Aufteilung wollen wir als Verein kritisch hinterfragen.“

Bitt-Brief an den Landeshauptmann

In einem Brief an Landeshauptmann Josef Pühringer hat der Verein um Verbesserung der Situation gebeten. Die Antwort klingt positiv: Pühringer sagte eine nochmals eingehende Prüfung durch die zuständige Gesundheitsabteilung zu, ob die Anschaffung eines MR-Gerätes für den Standort Rohrbach begründbar ist. Allerdings bittet er gleichzeitig um Geduld, weil der Gesundheitsplan auf Bundesebene derzeit überarbeitet wird. Im Sommer soll ein Ergebnis vorliegen. „Das ist für uns ein großer Lichtblick und ich glaube, wir kommen unserem Ziel bedeutend näher“, freut sich der Vereinsobmann. 

Wirtschaft soll Anliegen unterstützen

Er lädt auch Vertreter der Wirtschaft ein, das Anliegen zu unterstützen, um so den Bedarf nach einem MR-Gerät zu untermauern. „Viele Mitglieder aus unserem Verein kommen aus der Wirtschaft und erwarten eine Lösung. Gerade Klein und Mittelbetriebe sind die Draufzahler, wenn Mitarbeiter wegen dieser Versorgungsprobleme im Oberen Mühlviertel für längere Zeit ausfallen, weil sie mehrere Wochen, oft auch länger, auf einen Untersuchungstermin warten müssen.“ Abschließend meint Haselgruber: „Wir im oberen Mühlviertel bitten als gleiche Steuerzahler um dieses Diagnosegerät, damit Betroffene in unserem Krankenhaus schnellstmöglich mit kurzer Anfahrtszeit untersucht werden können.“

Information 

Die Magnetresonanztomographie ist ein leistungsfähiges und vielseitiges bildgebendes Untersuchungsverfahren, um durch Aufnahmen vom Inneren des Körpers präzise Diagnosen stellen zu können. Im Gegensatz zu belastenden Röntgenstrahlen werden im MR magnetische Felder und elektromagnetische Radiowellen genutzt, die gesundheitlich weitgehend unbedenklich sind.

Mit Hilfe dieser Technik lassen sich auf nicht-invasive Weise Schichtaufnahmen jedes Körperteiles in beliebigem Winkle und in beliebiger Richtung erzeugen. Diese Informationen werden digitalisiert und ermöglichen dem Radiologen mit Hilfe des Computers verschiede Ansichten des untersuchten Körperteils zu erzeugen. Für viele Bereiche ist das MR die beste Untersuchungsmethode.


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