Maschinenring startet erstmals Ausbildung zur universellen Fachkraft
BEZIRK ROHRBACH. Ein handwerklich gut vorbereiteter Arbeiter ist das Ziel der Ausbildung zur Wirtschafts- und Agrarfachkraft, die heuer erstmals vom Maschinenring auch im Bezirk Rohrbach angeboten wird. Damit will man dem Fachkräftemangel aktiv entgegentreten und gleich jene Mitarbeiter ausbilden, die gebraucht werden.

ln drei Kernbereichen ist der Maschinenring tätig: Agrar, Service und Personalleasing. Weil dem handwerklich geschickten Mitarbeiter aber das landwirtschaftliche Fachwissen fehlt, und umgekehrt dem Landwirt das spezifische Wissen der Handwerksberufe, ist vor zwei Jahren die Ausbildung zur Wirtschafts- und Agrarfachkraft entstanden. Bei diesem Programm gewinnt jeder innerhalb von zwei Jahren umfangreiche Kenntnisse in allen drei Bereichen. „In den Wintermonaten, in denen weniger zu tun ist, findet die Ausbildung statt. Die Teilnehmer bekommen eine Einschulung in verschiedenste Handwerksberufe, sie können Staplerschein oder Schweißerkurse machen und lernen, mit der Melkmaschine und anderen Techniken auf den landwirtschaftlichen Betrieben umzugehen. In der restlichen Zeit wird das Gelernte dann praktisch umgesetzt“, erklärt Reinhard Allerstorfer vom Maschinenring-Landesverband näher. 70 Prozent macht der praktische Teil aus, 30 Prozent sind Theorie. „Deshalb werden jährlich oberösterreichweit auch nur zehn Leute in das Programm aufgenommen.“
Fachpersonal, das Firmen zugute kommt
Rupert Hofer, Bereichsleiter des Maschinenring-Service in Rohrbach, ergänzt: „Unsere Leute sind auch bei den heimischen Unternehmen draußen. Die Ausbildung kommt also allen Firmen zugute, denn wir bilden Fachpersonal aus, das universell einsetzbar ist. Die Ausbildung soll eine Breite gewährleisten, die auf eine Lehre oder andere Ausbildung aufbaut.“ Den größten Bedarf ortet er gerade im Bezirk Rohrbach im landwirtschaftlichen Bereich.
Starke Nachfrage in der Landwirtschaft
Das kann Josef Pühringer vom Agrarbereich des Rohrbacher Maschinenrings bestätigen: Die Nachfrage sei da, „es gibt viele Landwirte, die sich die Arbeitsbedingungen verbessern und durch zusätzliche Arbeitskräfte mehr Lebensqualität auf den Hof bringen möchten. Außerdem sind sie abgesichert, wenn sie mal selbst ausfallen. Die Facharbeiter, die vielleicht in der Landwirtschaft arbeiten möchten, aber keinen eigenen Hof haben, bekommen über diese Ausbildung die Chance dazu - bei einem fixen Dienstverhältnis mit normalen Arbeitszeiten“, nennt Pühringer die Vorteile.
Voraussetzungen für die Ausbildung zur Wirtschafts- und Agrarfachkraft sind ein Mindestalter von 17 Jahre, der erfolgreiche Abschluss einer landwirtschaftlichen Fachschule bzw. Mittelschule oder eine abgeschlossene Lehre im Bereich Handwerk bzw. Land- und Forstwirtschaft sowie der B-Führerschein. Während der zweijährigen kostenlosen Ausbildung besteht ein durchgehendes Dienstverhältnis. Infos:www.maschinenring.at/waf


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