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170 Projekte in zehn Jahren: Leader hat die Region vernetzt und lebenswerter gemacht

Martina Gahleitner, 20.11.2018 07:35

ROHRBACH-BERG. Die Menschen in der Region mit ihren Ideen und dem Mut, diese auch zu verwirklichen, machen Leader aus. 170 Projekte  wurden in den vergangenen zehn Jahren, seit Gründung der Leaderregion Donau-Böhmerwald, realisiert und haben unsere Heimat lebenswerter gemacht – und, da  war man sich bei der Jubiläumsfeier einig, die Ideen gehen nicht aus.

  1 / 4   Das Leader-Team ist engagiert wie am ersten Tag (v.l.): Irene Rosenberger-Schiller, Klaus Diendorfer, Obmann LAbg. Georg Ecker, Johannes Großruck, Irmgard Hörschläger, Christiane Lang Foto: Gahleitner

„Wir Funktionäre können die Leute nur unterstützen, umsetzen müssen sie ihre Projekte selbst“, brachte es Leader-Obmann LAbg. Georg Ecker bei der Jubiläumsfeier im Centro auf den Punkt. Die Bilanz nach zehn Jahren Leader ist beeindruckend: 170 Initiativen haben 7,5 Millionen Euro EU-Fördergeld in den Bezirk Rohrbach gebracht, Investitionen in Höhe von insgesamt 20 Millionen Euro ausgelöst und damit zugleich einen wesentlichen Beitrag zur positiven Entwicklung des Bezirkes geleistet.

Projekte haben Bestand

Über Gemeindegrenzen, Berufsgruppen, Generationen hinweg, von Gewerbe, Landwirtschaft bis  hin zu Kultur und Tourismus reichen die Projekte, die zur positiven Entwicklung der Region beigetragen haben. „99 Prozent davon gibt es noch immer“, nannte Ecker etwa die Labyrinthe in Hofkirchen, die 2010 das erste Leaderprojekt waren, den Zillenhafen oder verschiedenste Themenwege, die Züchtung des Schlägler Bioroggens, die Hochlandimker bis hin zur Nähwerkstatt in Haslach. Als besondere Gemeinschaftsprojekte sind die Klima- und Energiemodellregion und das Kulturnetzwerk Granitsplitter entstanden, ebenso wie die Topothek Donau-Böhmerwald, der mittlerweile 30 Gemeinden angehören. Um Bewusstseinsbildung bemüht sich die Voi Lebm-Initiative, die für ein gutes Leben für alle sorgen will. „Ohne Leader und die EU wären wir wesentlich ärmer und wir hätten die Stärke nicht, die wir jetzt haben“, ist Georg Ecker überzeugt, „europäische Ziele sollten auch unsere Ziele sein.“

Zusammenarbeit steht an vorderster Stelle

Gleich ist allen Projekten, dass mehrere Akteure zusammenarbeiten. „Zusammenwachsen war von Anfang an ein Thema und da hat sich irrsinnig viel ergeben“, blickte Voi Lebm-Kernteamleiterin LAbg. Ulrike Schwarz zufrieden zurück. Auch Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner lobte: „Durch die Leaderregion ist eine großartige Vernetzungsarbeit gelungen. Wir lernen miteinander und voneinander – das zeichnet Leader aus.“

Wolfgang Schirz, Bürgermeister  von St. Martin und Obmann des Wirtschaftsparks, brachte das Finanzielle zur Sprache: „Natürlich zahlt jede Gemeinde einen Leaderbeitrag, aber mit Projekten kann man sich dieses Geld auch wieder zurückholen“, lud er ein, weitere Ideen einzureichen. Wünsche der weiteren Redner auf der Bühne reichen von Green Care-Projekten (LAbg. Ulrike Wall) und der Stärkung der wirtschaftlichen Infrastruktur mit Annäherung des Lohnniveaus an den Linzer Raum (Julbachs Bgm. Johannes Plattner) bis hin zu bürokratischen Erleichterungen bei Leader-Anträgen (Geschäftsführer Klaus Diendorfer).

Gemeinsam Ziele verfolgen

Als „Projekt, das den Leadergedanken in sich trägt“ nannte Georg Ecker beim Ausblick das Bezirkshallenbad, das alle Gemeinden mittragen müssen. Er könne sich eine zusätzliche Projektfinanzierung durch Leader  vorstellen, damit das Hallenbad bis 2022 realisiert werden kann.


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