Arbeiterkammer Rohrbach zog Bilanz: 565.894 Euro für Mitglieder erkämpft
BEZIRK ROHRBACH. Die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich hat Bilanz gezogen: Die Zahl der Menschen, die Rat bei der AK suchten ist 2018 wieder gestiegen. Im Bezirk Rohrbach waren es genau 4.765 Mitglieder, die sich hilfesuchend an die AK gewandt haben.

Insgesamt hat die AK Rohrbach 23.429 Mitglieder. 4.765 davon, haben sich im vergangen Jahr an die Bezirksstelle gewandt. Hauptgründe sind nach wie vor: offene Entgelte, Differenzen bei der Endabrechnung, die Beendigung von Arbeitsverhältnissen, Pensions- und Rentenansprüche sowie Pflegegeld.
565.894 Euro erkämpft
Drei Viertel (3.575) der Ratsuchenden im Bezirk nahmen eine telefonische Beratung in Anspruch. 1.166 Personen kamen persönlich in die Arbeiterkammer um sich Unterstützung zu holen. Die überbleibenden 24 Mitglieder wollten schriftliche Auskünfte. Zusätzlich haben die Bildungsexperten der AK Linz in Rohrbach 77 persönliche Bildungsberatungen durchgeführt. „Keine Summe wo man sich freut. Denn das bedeutet, dass es noch lange nicht überall fair abläuft“, betont Manfred Riepl, AK-Bezirksstellenleiter
In Summe hat die AK Rohrbach im Vorjahr an arbeits- und sozialrechtlichen Ansprüchen sowie Forderungen nach Insolvenzen - 2018 waren es 26 Arbeitnehmer im Bezirk -, Zahlungen von 565.894 Euro für ihre Mitglieder erreicht. „Egal ob 50 Euro oder fast 70.000 Euro. Uns ist kein Betrag zu klein, denn für viele sind auch kleine Summen bereits existenzgefährdend“, sagt Riepl
Veränderungen zum Vorjahr gering
Oberösterreichweit suchten fast 310.000 Mitglieder Rat und Unterstützung. Für diese Mitglieder erkämpften die Experten knapp 102 Millionen Euro. „Ein starkes aber doch erfolgreiches Jahr“, blickt Johann Kalliauer, Präsident der AK Oberösterreich, zurück. „Schön wäre es aber, wenn es weniger zum Streiten gäbe.“ Zum Vorjahr habe sich laut Kalliauer nur wenig verändert.
30 Millionen Euro durch AK-Zukunftsfonds
In den nächsten fünf Jahren wird die AK in OÖ 30 Millionen Euro in die Hand nehmen, um die Arbeitsbedingungen der Menschen in der digitalen Welt zu verbessern. Es sollen vor allem jene Projekte in Unternehmen gefördert werden, die sich mit dem Arbeitnehmer beschäftigen und auch ein Nutzen daraus gezogen werden kann. Wie etwa ein neues Arbeitszeitmodell.


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