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ROHRBACH-BERG. „Des wär doch eh ein schönes Gschäft für dich“, sagte einst Herbert Mairhofer zu Andreas Höllinger und meinte damit seine Funktion als Wirtschaftskammer-Bezirksobmann. Letzterer stand dem gar nicht so abgeneigt gegenüber und jetzt ist es vollzogen: Im übervollen Saal der Wirtschaftskammer übergab Mairhofer nach 14 Jahren das Zepter an den jungen Agenturchef Höllinger.

  1 / 25   Einen ganzen Bezirk mitsamt den Erwartungen der Unternehmer übergab Herbert Mairhofer an seinen Nachfolger Andreas Höllinger. Foto: Gahleitner

Musiker, so wie sein Vorgänger, werde er keiner, stellte der St. Martiner Unternehmer gleich klar. Und auch sonst sind die Fußstapfen groß, in die er tritt. Meilensteine in der 14 Jahre oder 122.640 Stunden dauernden Ära von Herbert Mairhofer waren etwa die Kauf hier-Kampagne; der Wirtschaftsaward, mit dem seit 2007 35 Preisträger ausgezeichnet wurden; die Bemühungen um den Berufsnachwuchs, unter anderem mit der Lehrlingsmesse; der Lobbyingerfolg Westring, „der uns über die ganzen Jahre verfolgt hat“; oder die Gründung des Wirtschaftsparks mit allen Gemeinden des Bezirkes plus Herzogsdorf, der laut Mairhofer in Zukunft eine „Geldmaschine für die Gemeinden“ sein wird. Auch seine größte Kampagne „Mein Job Rohrbach“ ließ der scheidende WK-Bezirksstellenobmann aus Hofkirchen natürlich nicht unerwähnt. Er war beinahe sprachlos ob der vielen Gäste, die sich zu seinem Abschied eingestellt hatten.

Silberne Ehrenmedaille zum Abschied

Allen voran Oberösterreichs WK-Präsidentin Doris Hummer, die nicht mit leeren Händen gekommen war: Für all das, was Herbert Mairhofer für den Bezirk geleistet hat – wirtschaftlich, aber auch sozial als Golfer und Musiker – und für seinen Einsatz mit Herz, Engagement und Freude überreichte Hummer ihm die Ehrenmedaille in Silber. „In Rohrbach kann man erleben, was regionale Wirtschaftspolitik bewirken kann und was man auf den Weg bringen kann, wenn sich Personen engagieren.“

„Darf ich dir den Bezirk übergeben“

Ein Geschenk hatte Mairhofer, der sich künftig „ein bisserl um die Senioren umschauen“ wird, auch für seinen Nachfolger: „Darf ich dir den Bezirk übergeben“, fragte er mit einem Puzzle von Rohrbach in den Händen. Andreas Höllinger, der bereits acht Jahre Bezirksobmann der Jungen Wirtschaft war und Wirtschaftsbund-Bezirksobmann ist, will „verbinden und gestalten“ und freut sich schon auf „die wunderschöne Arbeit, um den Bezirk ein Stück weit mitzugestalten.“ Er sei aber nur ein Puzzleteil, es müssen alle zusammenhelfen, um den Standort lebenwert und attraktiv zu machen. Der 36-Jährige sieht sich auch als Mutmacher für die Unternehmer: „Nur wenn sich jemand etwas traut, anpackt und verändert, kann sich etwas bewegen und Neues entstehen.“


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