Jugendarbeitslosigkeit: Rote Jugendorganisationen starteten Straßenaktion
ROHRBACH-BERG. Bei einer Straßenaktionen am heutigen Dienstag, 16. Juni, im Bezirk Rohrbach forderten Aktivisten aus der Sozialistischen Jugend, der Jungen Generation, dem VSStÖ, den Roten Falken und der Gewerkschaftsjugend mehr Geld für Ausbildungsplätze und ein generelles Recht auf Arbeit. Mit Schildern und der Aufforderung bei Zustimmung zu hupen, machten sie auf ihre Forderungen aufmerksam.

Unterstützt werden sie in ihren Forderungen vom SPÖ-Vorsitzenden Bundesrat Bgm. Dominik Reisinger: „Im Lehrlingsland Nummer eins müssen wir alles dafür tun, dass jeder junge Mensch, der arbeiten möchte, auch einen Ausbildungsplatz bzw. eine Lehrstelle findet. Es gibt nichts Schlimmeres, als diese jungen Menschen ihrem Schicksal zu überlassen. Es ist unsere Pflicht als Politiker, alles dafür zu tun, den Erwachsenen von morgen eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen.“
Maßnahmen gehen drohendem Lehrstellenmangel
Lehrstellengarantie für junge Menschen, Erhöhung des überbetrieblichen Lehrstellenangebots, der Ausbildungsentschädigung für Lehrlinge, der Lehrstellenförderung sowie einen Ausbildungsfond für Betriebe, des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent sowie eine aktive Hilfe für Maturanten und Schulabgängern beim Berufseinstieg.
Neben einem Ausbildungsfonds für Betriebe, um Lehrplätze zu schaffen und einer Erhöhung des sehr niedrigen Arbeitslosengeldes, fordern die jungen Roten auch ein „Recht auf Arbeit“. „Wir wollen das Recht auf einen qualitativ hochwertigen Arbeitsplatz gesetzlich verankern. Dazu muss auch im staatlichen und staatsnahen Bereich massiv in nachhaltige, grüne Jobs investiert werden. In Zeiten von Jugendarbeitslosigkeit und Klimakrise ist das der einzige Weg, um eine Trendwende zu schaffen,“ sind sich die roten Jugendorganisationen und Dominik Reisinger einig.
In Oberösterreich gibt es fast 7.000 junge Arbeitslose und mehr als 1.300 Lehrstellensuchender. Allein im Mai ist laut AMS-Daten die Arbeitslosigkeit bei den unter 25-jährigen mit +94,8 Prozent höher als in anderen Altersgruppen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden