Rallycrosser Alois Höller in Tschechien am Stockerl
OEPPING. Am Wochenende ging es für Rallycrosser Alois Höller aus Götzendorf zur anspruchsvollen Piste von Sedlcany rund 70 Kilometer südlich von Prag. Nach einigen Turbolenzen in den Vorläufen zeigte Höller im Finale auf und sicherte sich mit Platz zwei gute Punkte für die Meisterschaften.

Beim aktuellen Rennen zählte der Lauf nicht nur zur Zentraleuropa-Meisterschaft, sondern auch zur heimischen Staatsmeisterschaft, von daher war es für den Rekordmeister doppelt wichtig gute Punkte für beide Championate mitzunehmen. Höllers größter Rivale war der mehrfache Zentraleuropa-Meister Zbigniew Staniszewski. Der erste Vorlauf am Samstag verlief für Höller nicht nach Wunsch. Nach einem Gerangel mit Miroslav Neumann und eben Staniszewski wurde Höller mit einer 30-Sekunden-Strafe bedacht. „Staniszewski habe ich nicht mal berührt, der Kontakt mit Neumann kam zustande, weil sie zur Staubbindung sehr viel Wasser auf die Piste gespritzt haben und es entsprechend rutschig war“, gab ein angesäuerter Götzendorfer zu Protokoll. Im zweiten Vorlauf gelang dem Rubble-Master-Piloten der beste Start, Staniszewski schob sich erst über die Jokerlap am Rekordmeister vorbei. Am Sonntag krachte es im dritten Vorlauf erneut. Diesmal war Höller der Leidtragende. „Otokar Vyborny hat mich schon auf der Startgeraden angeschoben, die ganze rechte Fahrzeugseite ist kaputt“, zeigte sich der Mühlviertler fassungslos.
Höller beliebtester Fahrer des Wochenendes
Die Zeit zum vierten und letzten Vorlauf nutzten Höller und seine Mechaniker, um den gelben Ford Fiesta wieder flott zu bekommen. Abermals gelang dem Oberösterreicher ein guter Start, als Staniszewski seinerseits Probleme mit dem Auto bekam, staubte Höller den Sieg ab und holte sich so noch den dritten Startplatz für das große Finale. „Wir hatten schon den ganzen Tag Probleme mit dem Starter, ich habe mich nicht mehr getraut den Wagen am Vorstart abzustellen. Als vor dem Finale nochmals für einige Minuten bewässert wurde, ist mir die Temperatur immer weiter gestiegen – deshalb war im Finale kein Raketenstart mehr möglich“, führte Höller aus. Mit einer idealen Strategie kam Höller aber dennoch an Neumann vorbei und sicherte sich Platz zwei. „Es tut gut nach einem schwierigen Wochenende viele Punkte mitzunehmen. Den Fans dürfte es auch gefallen haben, sie haben mich zum Publikumsliebling der Veranstaltung gewählt“, war Höller nach der Siegerehrung sichtlich gerührt. Das nächste Rennen für Höller ist Mitte August in Greinbach bei Hartberg.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden