Launige Sommeroperette in der stimmungsvollen Kulisse des Stoareichs
AIGEN-SCHLÄGL. Jetzt aber wirklich, sagen sich die Verantwortlichen der NordwaldKammerspiele und arbeiten im dritten Anlauf an der Umsetzung der Sommeroperette „Der Obersteiger“. Erzählt wird eine Geschichte aus der Welt des Bergbaus mitsamt turbulenter Liebesbeziehungen und Verbandelungen.

„Der Obersteiger“ ist eine Operette von Carl Zeller und Moritz Held, die neben dem Hauptwerk „Der Vogelhändler“ den Autoren großen Erfolg bescherte. Diese hat viel mehr mit Aigen-Schlägl zu tun, als man meinen könnte: Zur Sommerfrische waren Zeller und Held nämlich immer wieder im Oberen Mühlviertel zu Gast und haben sich hier Inspiration geholt.
Der Obersteiger ist der höchste Bergwerksbeamte vor Ort, der für den ordentlichen Zustand des Bergwerks und der Sicherheit aller Kumpel unter Tag verantwortlich ist. Unser Titelheld ist der Obersteiger Martin. Der ist allerdings nicht von ganz untadeligem Ruf, wie sich im Lauf des Stückes herausstellt: Angestachelt vom eben erst eingetretenen Praktikanten Roderich, möchte er mit einem Streik seine Vorgesetzten herausfordern. Und dann macht er, obwohl verlobt, einer plötzlich aufgetauchten geheimnisvollen Schönen den Hof.
Daneben schwelgt der aus der Hauptstadt angereiste Bergwerksdirektor in Erinnerungen an seine amourösen Abenteuer an diesem Ort und fühlt sich auch wieder zu neuen Taten auf diesem Gebiet aufgefordert. Wie in der Operette üblich, sind aber alle Schwierigkeiten und Turbulenzen nicht so groß, als dass sie nicht überwunden werden könnten.


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