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Der Obersteiger sorgt für Kulturgenuss auf höchstem Niveau in zauberhaftem Ambiente

Martina Gahleitner, 25.07.2022 13:16

AIGEN-SCHLÄGL. Die Premiere des Obersteigers am Sonntagabend hat wieder einmal gezeigt, dass es kein großes Theaterhaus für höchsten Kulturgenuss braucht, sondern nur viel Idealismus und Schaffenskraft.

  1 / 6   Nelly (Eva Maria Marschall) und ihr Obersteiger Martin (Arnold Kehrer) finden nach einigen Unstimmigkeiten endlich zusammen. (Foto: NordwaldKammerspiele)

Die NordwaldKammerspiele mit all den Aufführenden aus Orchester, Chor und Schauspielern haben die hohen Erwartungen, die so manch Leinenhändlersaga-Besucher wohl hatte, übertroffen. Der Obersteiger zeigt, wie Sommertheater ausschauen muss: Eine humorvolle Handlung mit vielen Liebesgschichten, Verwirrungen, harmlosen Streitereien und Seitenhieben auf das aktuelle Geschehen; dazu wunderbare Operettenklänge, die Thomas Eckerstorfer seinem NordwaldKammerorchester entlockt hat; meisterhafter Gesang und Schauspielkunst der Solisten und des Chors, der in seinem Gesamtklang für Gänsehautmomente sorgte; und das alles in der stimmungsvolle Kulisse des ehemaligen Granitsteinbruchs was will man mehr?

Da wurde nicht einfach die Originalfassung von Carl Zeller und Moritz West aus dem Jahr 1894 aufgeführt. Nein, Librettist Johannes Huber lässt das Publikum in seiner Neufassung quasi am mutmaßlichen Entstehungsprozess dabei sein. „Hier an der frischen Luft geht alles wie von selbst“, meinte Carl Zeller (Tommaso Huber), der den skeptischen, von der ländlichen Umgebung wenig angetanen Moritz West (Valentin Pühringer), erst überzeugen musste. Lokalkolorit bringen die Mühlkreisbahn, die Anfänge des Skigebiets am Hochficht oder auch die Firmen Poeschl und Fölser in das Stück.

Begeistertes Publikum

Jedenfalls waren die Premierenbesucher begeistert und dankten es dem Großaufgebot an Beteiligten mit großem Jubel und viel Applaus. „Heute hat alles gepasst und gut geklappt“, freute sich ein sichtlich erleichterter Produktionsleiter Karl Lindorfer. Wohl auch, weil der Obersteiger im dritten Anlauf endlich realisiert werden konnte. Man darf nun gespannt sein, was sich er und der künstlerische Leiter Norbert Huber gemeinsam mit all den weiteren Kreativen fürs (hoffentlich) nächste Mal einfallen lassen.

Der Obersteiger wird noch bis 6. August im Stoareich in Aigen-Schlägl aufgeführt. Wer noch Karten ergattern will, muss schnell sein: www.obersteiger.at oder in allen Raiffeisenbanken

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