Altenheim-Zubau: Sozialhilfeverband startet größte und teuerste Baustelle

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Mit einer ganzen Reihe an Festgästen setzte SHV-Obfrau Wilbirg Mitterlehner den symbolischen Spatenstich für den Zubau. Ende des Jahres wird gestartet. Foto: Gahleitner
Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 02.09.2015 11:15 Uhr

LEMBACH. Als das Altenheim in Lembach 1988 in Betrieb gegangen ist, war es ein hochgelobter Meilenstein in der Altenbetreuung. Heute ist das Gebäude ein Sanierungsfall, bei dem teilweise schon die Rede vom Totalabbruch war. Deshalb nimmt der Sozialhilfeverband jetzt die Sanierung mitsamt einer großzügigen Erweiterung in Angriff.
 

Es ist die größte und teuerste Baustelle, die damit auf den Sozialhilfeverband zukommt, meinte SHV-Obfrau Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner beim Spatenstich. Mit einem Kostenaufwand von 10,6 Millionen Euro werden alle Zimmer zu Einzelzimmern, zugleich steigt die Bettenzahl von 96 auf 115 an. Um Platz dafür zu schaffen, wird zuerst der Zubau errichtet, in den die Bewohner übersiedeln. Anschließend wird beim alten Gebäude der Dachstuhl abgerissen und durch Leichtbauweise ersetzt. Bürgermeister Herbert Kumpfmüller: „Mansarden sind zwar nett anzuschauen, aber für einen echten Pflegebetrieb unbrauchbar.“ Geplant ist außerdem die Errichtung eines Demenzgartens, auch die Rotkreuz-Ortsstelle wird mitadaptiert. Kumpfmüller freut sich, dass mit dem Spatenstich ein öffentliches Zeichen für den Erweiterungsbau gesetzt wurde. Ende des Jahres wird mit dem Bau begonnen, Ende 2018 soll alles fertig sein.

Bestens versorgt & betreut

Die Ehrengäste, die sich zur Feier einstellten, waren sich einig, dass das Geld gut angelegt ist. „Jeder Spatenstich bringt ein Stück zusätzliche Lebensqualität“, sagte Landeshauptmann Josef Pühringer (VP). „Gerade dieser Generation, die den Grundstein für unser heutiges Leben in schwierigen Zeiten gelegt hat, sind wir es schuldig, dass sie im Alter eine schöne Zeit im Altenheim verbringen und gut betreut und gepflegt werden.“

Sozial-Landesrätin Gertraud Jahn (SP) ergänzte: „Im Alter sollte sich keiner Sorge um die Existenz und Versorgung machen müssen – ganz gleich, wie dick seine Brieftasche ist.“ In den Altenheimen werde aber nicht nur reine Versorgung geleistet, sondern auch Lebensfreude und eine Atmosphäre der Wärme und des Wohlfühlens geschaffen. „Das ist nur möglich, weil die Bewohner den Mitarbeitern menschlich am Herzen liegen“, so Jahn.

 

Der Sozialhilfeverband Rohrbach hat in den vergangenen 15 Jahren die Zahl der Altenheime verdoppelt (von drei auf sechs). 550 Mitarbeiter sind derzeit beschäftigt, nach dem Ausbau in Lembach werden es 600 sein. Damit ist der SHV der zweitgrößte Arbeitgeber im Bezirk.

 

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