Im Garten der Vielfalt wächst auch die Gemeinschaft
PUTZLEINSDORF. Was macht man mit einem Acker, der mitten im Ort liegt und eigentlich zu klein für große Maschinen ist? Genau, man legt dort einfach einen Gemeinschaftsacker an, der weniger mit Maschinen-, als viel mehr mit Muskelkraft bearbeitet wird.

Auf der Suche nach einem Projekt für die landesweite Landjugend-Initiative „Tatort Jugend“ kamen die Putzleinsdorfer Landjugendlichen mit einem jungen Bauern ins Gespräch, der ihnen seinen Acker gratis zur Verfügung stellte. Der Grundstein für den „Garten der Vielfalt“ war gelegt. Auf 1300 Quadratmeter werden nun Kartoffeln, Kraut, Radieschen, Kohlrabi, Kürbisse angepflanzt, gemeinsam gehegt und gepflegt und nach der hoffentlich reichen Ernte im Herbst beim Erntedankfest verkauft. So kommen auch Familien, die kein eigenes Gemüse anbauen können zu günstigen, regionalen Lebensmitteln. „Kartoffelparzellen konnten gemietet werden, diese Ernte wird dann unter allen Mietern aufgeteilt“, erklärt Daniela Kehrer von der LJ Putzleinsdorf.
Alle machen mit
Grundsätzlich übernehmen die Landjugendlichen die Feldarbeit, die Mieter können aber natürlich gerne helfen. Das ist überhaupt das Ziel des Projektes: „Wir wollen die Zusammenarbeit aller örtlichen Gruppierungen fördern“, sagt Kehrer und nennt gleich einige Beispiele: Der Jugendtreff hat ein Insektenhotel gebastelt, der Kindergarten kam zum „Stoa klaubn“ auf den Acker und die Volksschule bastelt ein Plakat.
Zwei Beete schenkt die Landjugend den Asylwerbern in der Gemeinde, die begeistert von der Idee sind. Sie haben auch schon zugesagt, bei der Ernte zu helfen. Auf dem Acker werden außerdem eine Bienenweide sowie Pflück und Sonnenblumen angebaut, die für die gesamte Bevölkerung jederzeit frei zugänglich sind.


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