In dieser Stadt fühlt man sich einfach wohl
ROHRBACH-BERG. Ein Lobpreis auf die 30 Jahre junge Stadtgemeinde: Was das Liebens- und Lebenswerte an Rohrbach-Berg ist; warum es einfach schön ist, hier zu wohnen; warum die Fusion der richtige Schritt war; aber auch wohin sich die Bezirkshauptstadt in den nächsten 30 Jahren entwickeln soll, kam bei der Jubiläumsfeier im voll besetzten Centro zur Sprache.

Knapp 800 Besucher verlegten den samstäglichen Fernsehabend kurzerhand ins Centro. Denn hier gab es fünf Videos über Rohrbach-Berg, seine Vereine, die Wirtschaft und vor allem über seine Menschen zu sehen. Die herzliche Aufnahme und dass keiner „von oben oder von unten angschaut wird“, mag etwa der ehemalige Bezirksrichter Franz Gumpenberger an Rohrbach-Berg. Für Berufsschul-Direktorin Pauline Sleska ist es die Kombination Arbeiten im Zentrum und Wohnen mitten in der Natur, die besondere Qualität hat. Valerie Buchinger lobte in einem der Filme, dass Angebote für alle Altersgruppen Platz haben. Bäckermeister Peter Oberngruber mag das gelebte Miteinander. Wieder anderen gefällt das rege Vereinsleben, die gute Kinderbetreuung, die vielen Einkaufsmöglichkeiten. So haben alle Rohrbach-Berger ihre Gründe, warum sie gerne in der Stadtgemeinde leben.
Aufbruchstimmung damals, wie heute
Der Aufschwung begann nicht zuletzt vor 30 Jahren - als am 24. März 1986 die Marktgemeinde Rohrbach mit Beschluss der Landesregierung zur Stadt erhoben wurde. „Plötzlich war Rohrbach interessant für Betriebsansiedelungen, Arbeitsplätze wurden geschaffen, der Wohnbau forcierte“, erinnerte Kultur-Stadtrat Roland Straußberger, der die Jubiläumsfeier organisiert hatte. Er ist überzeugt, dass die Stadterhebung der richtige Schritt war - genauso wie im Vorjahr die Gemeindefusion. Bürgermeister Andreas Lindorfer will diesen „Schwung und Energie aus der Fusion mitnehmen, um die Stadtgemeinde noch weiter voranzubringen.“ Von Moderatorin Elisabeth Keplinger-Radler vom Mühlviertel TV nach den Zielen für die nächsten 30 Jahre gefragt, nannte er ebenso wie die vier Klubobleute Andreas Hannerer (SPÖ), Roland Straußberger (ÖVP), Gerhard Kübelböck (FPÖ) und Ulrike Schwarz (Grüne) das Bezirkshallenbad, „das wir in 30 Jahren schon renovieren“ (so Hannerer), mehr Gewerbebetriebe, „denn jetzt laufen uns diese eher davon“ (so Kübelböck), mehr Arbeitsplätze in der Region und „20 Prozent weniger Pendler“ (so Straußberger), eine gute Verkehrsanbindung an den Zentralraum und ein schlüssiges Verkehrskonzept für Rohrbach-Berg. „Wir schaffen Rahmenbedingungen für ein gutes Miteinander aller Generationen, damit die Leute gerne bei uns bleiben“, brachte es Ulli Schwarz auf den Punkt.
Die Kinder der Stadtgemeinde haben ebenfalls ihre Visionen: ein Hallenbad und Fußballstadion, eine Rutsche vom Berger Wald bis ins Freibad oder eine U-Bahn wurden von ihnen in einem der Videos genannt.
Gute Wurzeln
Dass im Oberen Mühlviertel eine gute Basis für spätere Karrieren gelegt wird, zeigten vier Landsleute auf: Der ehemalige Bundesminister Erwin Buchinger und der Leiter des Lipizzaner-Gestüts in Piber, Max Dobretsberger, fühlen sich heute noch mit ihrer Heimat verbunden. Vermutlich auch deswegen ist die Rohrbacher Sattlerei Niedersüß Hoflieferant bei der Spanischen Hofreitschule. Zurückgekehrt sind hingegen Apothekerin Eva Liebletsberger und Werner Pamminger, Geschäftsführer von Business Upper Austria - das geht aber nur, wenn auch der Job passt, sind beide überzeugt.
Bekenntnis zum lebendigen ländlichen Raum
Voll des Lobes für die jubilierende Stadt war auch Landeshauptmann Josef Pühringer. Er bekannte sich zu einem lebendigen ländlichen Raum: „Gerade die Bezirksstädte haben eine große Bedeutung - sie sind der Zentralraum einer Region.“ Punkto Gemeindefusion meinte Pühringer: „Höchstes Kompliment und Wertschätzung, wie in Rohrbach-Berg diese Fusion passiert ist. Entscheidend ist nämlich, was die Menschen in der Region wollen.“
Zum Abschluss des Jubiläumsabends holten die Gemeindeverantwortlichen noch jene Menschen auf die Bühne, die maßgeblich zur Lebensqualität beitragen: Vertreter der vielen aktiven Vereine erhielten ein kleines Dankeschön für ihre ehrenamtliche Arbeit.


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