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BEZIRK ROHRBACH. Auf einen spannenden Herbst stellt sich Bezirksärztevertreter Werner Stütz ein. Denn die Auswirkungen, wenn das Coronavirus auf andere virale und grippale Infekte oder die echte Grippe trifft, seien absolut nicht vorhersehbar. Umso wichtiger deshalb: achtsam und sensibilisiert bleiben.

Mund-Nasen-Schutzmasken sollten unabhängig von gerade geltenden Regelungen getragen werden, rät Bezirksärztevertreter Werner Stütz. Foto: kckate16/Shutterstock.com

„Maske tragen erlaubt – ganz unabhängig von gerade geltenden Auflagen und Bestimmungen“: Das ist das Credo des Allgemeinmediziners und Chirurgen aus Rohrbach-Berg. „Masken sind gerade in der Grippezeit ein Schutz für andere und für sich selbst“, ist Werner Stütz überzeugt. Momentan sei es ruhig, die Covid-19-Situation im Bezirk stabil. „Wir haben verhältnismäßig kaum Fälle und die Behörde hat diese gut im Überblick. Aber natürlich wird die bevorstehende Infektzeit eine große Herausforderung.“

Ja zur Grippeimpfung

Deshalb plädiert der Bezirksärztevertreter auch dafür, sich impfen zu lassen. „Ältere und gefährdete Personen sowieso, aber die Grippe­impfung (Influenza) ist für alle Altersstufen empfehlenswert.“ Nicht zuletzt, weil dadurch ein „diagnostischer Unsicherheitsfaktor wegfällt – es bleiben bei der Differentialdiagnose nur andere virale und grippale Infekte oder eben Corona.“ Der Grippeimpfstoff wird vermutlich erst Mitte November zur Verfügung stehen; heuer sei die Impfbereitschaft aber so groß wie nie, merkt der Mediziner.

Nicht ohne Anmeldung zum Arzt

Ob sich das Covid-19-Virus erneut ausbreitet, hängt vor allem von der Selbstdisziplin und dem Verhalten der Leute ab. Maske, Sicherheitsabstand und regelmäßige Händehygiene sollten selbstverständlich sein. Außerdem gilt, bei Corona-Symptomen nicht unangemeldet zum Hausarzt zu kommen. „Die Hemmschwelle für einen Arztbesuch ist wieder gefallen. Aber bei Husten oder Fieber muss man auf jeden Fall vorher anrufen und einen Termin vereinbaren, damit das Virus nicht in die Praxis geschleppt wird“, appelliert Werner Stütz. Bei Verdacht gibt es eine Meldung an die Gesundheitsbehörde zum Abstrichtest, der dann von Rotkreuz-Mitarbeitern durchgeführt wird.

Corona-Teststation übersiedelt

Der Corona-Drive In ist übrigens übersiedelt und jetzt direkt gegenüber der RK-Bezirksstelle in der Krankenhausstraße zu finden. Für Stütz wäre wünschenswert, dass hier auch Selbstzahler Abstrichtests machen können, was momentan allerdings noch nicht möglich ist.


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