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NEUSTIFT/RANNATAL. Das Rannatal zwischen Talsperre und Donau steht bereits zu großen Teilen unter Naturschutz, ein größerer Teil ist Europaschutzgebiet Natura 2000. Nun sollen die Grenzen des verordneten Naturschutzgebietes an jene des Natura-2000-Gebietes angepasst werden – was allerdings bei Bauern und Grundbesitzern wenig Zustimmung findet.

  1 / 2   Neben Laubwald-Gesellschaften gelten im Rannatal vor allem FelsblockHalden als besonders schützenswert. Foto: Fellhofer

Die Bauernschaft befürchtet, dass die Grundstücke im verordneten Schutzgebiet nicht mehr wie gewohnt bewirtschaftet werden können und kritisiert, dass es darüberhinaus keine nennenswerte Entschädigung gebe; zudem hätten sie auch nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, gegen die geplante Erweiterung vorzugehen.

Begehung vor vier Jahren

Basis dafür ist eine Begehung aus dem Jahr 2016. Mittlerweile zeige sich das Rannatal jedoch in einem anderen Bild, weiß Rannariedls Ortsbauernobmann und Obmann der Bringungsgenossenschaft, Gerhard Jell: „Nach den vergangenen Borkenkäfer-Jahren sieht man, dass im Rannatal 80 Prozent des Bestandes Nadelholz waren. Die angegebenen Bestände und Zonen existieren so nicht mehr.“ Er ergänzt: „Ich glaube, dass es diese Massenvermehrung des Käfers nie gegeben hätte, wäre eine sinnvolle Bewirtschaftung im bereits bestehenden Naturschutzgebiet möglich gewesen.“

Naturschutz braucht Regeln

„Dass die Fichte in diesen Höhenlagen problematisch ist, weiß man mittlerweile“, bestätigt Gudrun Strauss-Wachsenegger, beim Land zuständig für das Europaschutzgebiet Ranna-, Donau- und Oberes Aschachtal. Die Tendenz müsse hin zu mehr Laubhölzern, wie Buche oder Bergahorn gehen. „Zum Schutz der Natur braucht es Regeln und Bestimmungen“, sagt sie. Vor allem beim Aufforsten herrscht „absolutes Verschlechterungsverbot. Welche Arten gepflanzt werden dürfen, ist bewilligungspflichtig. Diese Vorgaben decken sich aber mit den Erkenntnissen aus der Forstwirtschaft.“ Und eine Einzelstammnutzung in den bestehenden Forstgebieten sei ohnehin möglich. „In der täglichen Praxis zeigt sich, dass die Verordnungen fast keine Schwierigkeiten mit sich bringen“, weiß Strauss-Wachsenegger aus Erfahrung.


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