40 Tage Menschlichkeit: Protestaktion am Haslacher Kirchenplatz
HASLACH. Für die Aufnahme von Flüchtlingen aus den Lagern in Griechenland und Bosnien plädieren Engagierte aus der Region und laden zu Beginn der Fastenzeit zu „40 Tage Menschlichkeit“ und zum Hassfasten ein.
Der Kirchenplatz von Haslach verwandelt sich zeitweise zu einem Zeltplatz. Jeder ist eingeladen, sein Zelt aufzubauen oder an einer der wöchentlichen Mahnwachen teilzunehmen. „Wir finden es unerträglich, die Bilder und Berichte aus den europäischen Flüchtlingslagern in Griechenland und Bosnien zu sehen und zu hören und nichts zu tun“, begründet Betriebsseelsorger Robert Bräuer die Initiative. Damit spricht er für alle Mitveranstalter, denn unterstützt wird der Treffpunkt mensch&arbeit vom Regionsteam Oberes Mühlviertel der Katholischen Jugend und Engagierten der Pfarre Haslach. Die Aktionsgruppe ist überzeugt: „Wir tragen Verantwortung und wollen unseren Beitrag für eine menschenwürdige Behandlung dieser Menschen leisten.“ In Verbundenheit mit vielen kirchlichen und sozialen Gruppierungen fordern sie von der österreichischen Bundesregierung, dass Menschen aus diesen unwürdigen Verhältnissen evakuiert werden.
Mahnwachen am Lagerfeuer
Die Fastenzeit soll genutzt werden, um sich auf die Würde jedes Menschen zu besinnen und auf Hass zu verzichten. Gestartet wird die Aktion „40 Tage Menschlichkeit“ am Samstag mit einem Zeltlager und einer Kundgebung. Eine weitere Aktion folgt am Sonntag nach dem Gottesdienst. Jeden Freitag sind dann Mahnwachen am Lagerfeuer zu verschiedenen Schwerpunktthemen geplant. Der Abschluss erfolgt dann wieder mit einem Zeltlager am Karfreitag und Karsamstag.
Daueraktionen
Neben den Protestaktionen wird es über die ganze Fastenzeit hinweg auch Daueraktionen geben: einen Fürbittenbaum in der Haslacher Pfarrkirche, eine Botschaftenkette am Marktplatz, aktuelle Literatur und Filme zum Thema Flucht in der Pfarrbücherei, und einen Weg der Menschenrechte durch die Haslacher Parks. Dafür stellt die Marktgemeinde die Parkanlagen zur Verfügung. Auch das Gesundheitszentrum unterstützt die Aktion.
Zum Schutz vor Ansteckungen wird es bei den Zeltaktionen eine Corona-Teststation für Mitcamper und Teilnehmende geben. Auf die Einhaltung der Corona Maßnahmen wird dauerhaft hingewiesen.
Eröffnung am Samstag 20. Februar, mit einem Zeltlager am Kirchenplatz und Startkundgebung um 18 Uhr; Sonntag, 21. Februar, ca. 10 Uhr: Aktion nach dem Gottesdienst
Mahnwachen jeweils Freitag von 18 bis 19.30 Uhr:
26. Februar: Information und Diskussion zur Aktion
5. März: Der christliche Weg der Nächstenliebe
12. März: Protestlieder und Texte
19. März: Vortrag von Ludmilla Leitner: „Das gefährlich furchtbare was war und immer wieder kehrt“
26. März: Kinder haben Rechte (Kath. Jungschar)
Abschluss: Karfreitag, 2. April: Zeltlager am Kirchenplatz mit Karfreitagsliturgie; Karsamstag, 3. April: Zeltlager mit Sammelaktion von Brauchbarem für Flüchtlinge
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