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Mobilfunkstation am Hochficht ist jetzt einem Lebensretter gewidmet

Petra Hanner, 16.03.2026 14:55

KLAFFER. Der Name „Gasthaus Zum Überleben“ am Hochficht ist wörtlich zu nehmen – und daran erinnert nun auch eine Widmungstafel vor Ort. Nur einen Katzensprung von jener Stelle entfernt, an der der Ulrichsberger Rudi Pfoser im Dezember 2024 dem Tod näher war als dem Leben, wurde eine Mobilfunkstation seinem Lebensretter Markus Mittermüller gewidmet.

  1 / 3   Forum Mobilkommunikation (FMK)-Präsident und Magenta Telekom-CTIO Volker Libovsky (l.) mit Markus Mittermüller (Mitte) und dem Geretteten Rudi Pfoser (r.) (Foto: Hanner)

Ein plötzlicher Herzstillstand war es, der das Leben von Rudi Pfoser jäh verändern sollte: Mitten auf der Piste brach er regungslos zusammen. Markus Mittermüller aus Auberg, der erst seit einer Woche in der Talstation am Reischlberglift arbeitete, setzte den lebensrettenden Notruf ab und leitete gemeinsam mit anderen Ersthelfern unter der telefonischen Anleitung des Roten Kreuzes die lebensrettenden Reanimationsmaßnahmen ein. (Tips berichtete unter https://www.tips.at/nachrichten/rohrbach/land-leute/677711-danke-dass-ihr-mein-leben-gerettet-habt-skifahrer-am-hochficht-ueberlebte-dank-engagierter-helfer)

Rudi Pfoser selbst kann sich daran nicht erinnern: „Ich bin erst im Krankenhaus nach einer Herz-OP und einer Woche im Tiefschlaf wieder zu mir gekommen und habe von all dem gar nichts mitbekommen. Ich bin sehr dankbar, dass mir so schnell geholfen wurde.“ Schon kurz nach seiner anschließenden Reha stand der heute 72-Jährige wieder auf den Skiern. 

Im Erste-Hilfe-Kurs gelernt

Sein Helfer Markus Mittermüller ist froh, dass damals sein Erste-Hilfe-Wissen noch ganz frisch war: „Ich bin auch Mitglied der FF Auberg und wir haben erst kurz vorher einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht. Als ich damals zu Rudis Lebensrettung geholt wurde, habe ich einfach abgespult, was ich dort gelernt habe. Da funktionierst du einfach“, erinnert er sich an die bangen Minuten. 

Entscheidende Minuten

Die Sanitäter des Roten Kreuzes sind nur 12 Minuten nach der Alarmierung - diese fand um 9 Uhr früh statt - dazugestoßen. Der Glücksfall: Sowohl Jürgen Leitner als auch Stefan Wagner, beide hauptberuflich in der Rot-Kreuz-Ortsstelle Ulrichsberg tätig, sind ausgebildete Notfallsanitäter. „Das heißt nichts anderes, als dass wir in gewissen Situationen bestimmte Zusatzkompetenzen haben, wie etwa die Gabe einiger Medikamente. Das war in Rudis Fall entscheidend. Um 9.25 Uhr hatte er das erste Mal wieder Kreislauf und er konnte stabil an die Besatzung der ÖAMTC-Flugrettung übergeben werden“, erinnern sich die Sanitäter.

Eine Infrastruktur für alle Fälle

„Herr Pfosers Lebensrettung zeigt eindrucksvoll, wie wichtig eine gute Mobilfunk-Infrastruktur ist, ganz abseits von Internet oder Streaming. Sie kann im Notfall Leben retten“, freute sich Volker Libovsky, Präsident des FMK und CTIO von Magenta Telekom, bei der Übergabe der Widmungsurkunde an Markus Mittermüller. Die Mobilfunkstation trägt nun auch im offiziellen österreichischen Senderkartaster den Namen „Mobilfunkstation Markus Mittermüller“.

Die Widmungstafel, die an die Lebensrettung von Rudi Pfoser erinnert, wurde am „Gasthaus Zum Überleben“ angebracht, auf dessen Dach sich auch die Mobilfunkstation befindet.

Scheint, als wäre der Name des Gasthauses auch Programm.


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