Mutmaßliche Impf-Vordrängler regen auf
BEZIRK ROHRBACH. Auch wenn die Bezirkshauptmannschaft bereits bekannt gegeben hat, die Vorgänge um mutmaßliche Impf-Vordrängler im Altenheim Rohrbach sei „lückenlos aufgeklärt“ und es habe innerdienstliche Maßnahmen gegeben, so ist der Ärger in der Bevölkerung doch noch immer groß.

Vor allem deshalb, weil laut Bericht der OÖN einer der Impflinge bei seinen Arbeitskollegen damit geprahlt habe und „gut informierte Kreise“ erzählt hätten, dass mehr als zehn Impflinge schon am Morgen des Impftages in das Rohrbacher Altenheim gekommen sein sollen, darunter Personen unter 20 Jahren. Den Unmut darüber beweisen die Leserbriefe, die noch immer regelmäßig die Tips-Redaktion erreichen:
Freunderlwirtschaft
Mit trauriger Gewissheit ist mir bewusst geworden, wie von so manchen Personen mit den Covid 19-Impfdosen im Altenheim Rohrbach, die mit Steuergeldern finanziert sind, umgegangen worden ist. Der/die Obmann/frau des SHV wird von der Behörde kontrolliert, von der er oder sie selbst das Oberhaupt ist. Ist das in Ordnung? In der Privatwirtschaft würden solche Vorgänge andere Konsequenzen haben. Ich hoffe, dass keine ältere oder kranke Person wegen dieser „Freunderlwirtschaft“ zu Schaden kommt. Ich denke, die Person(en) sollten sich mal über Compliance Management Gedanken machen.
von Rainer Peherstorfer aus Rohrbach-Berg
Unzulässige Verabreichung von Impfdosen an Verwandte und Freunde
Sind etwa die vorgezogen geimpften Freunde und Verwandte der Heimleiterin des Alten- und Pflegeheimes Rohrbach alle über 80 Jahre alt, schwer vorerkrankt oder gar beeinträchtigt? Arbeiten sie allesamt beispielsweise in Kindergärten, als Rot Kreuz- oder Feuerwehrleute, als Ordinationsassistenten? Haben sie etwa pflegebedürftige Verwandte zu Hause zu betreuen? Sind sie täglich stundenlang einem Infektionsrisiko ausgesetzt? Oder haben sie Pflegedienste im Heim übernommen? Ach, ich vergaß: Die Heimleiterin sagte ja, es handle sich „ausschließlich um Personen im Kontext zum Altenheim“.
Was dieser ganzen Angelegenheit eine zusätzliche Brisanz verleiht, ist die – wie soll ich es nennen – ungeheure Impertinenz, dass einige – vorzeitig geimpfte Personen – in aller Öffentlichkeit damit prahlen und sich damit auch noch rühmen. Halten sie sich tatsächlich für wichtiger als andere? Viele Menschen aus Rohrbach-Berg, dem ganzen Bezirk und oberösterreichweit sind jedenfalls darüber entsetzt! Dass nun seitens der zuständigen Bezirkshauptmannschaft kommuniziert wird, dass es interne Maßnahmen gab, diese aber nicht der Öffentlichkeit kundgetan werden – obwohl vorab absolute Transparenz versprochen wurde, so grenzt dies für viele an Häme, und lässt einen betroffen und mit vielen Fragen zurück.
Obwohl ich weiß, dass dies jetzt oberlehrerhaft klingt, so sage ich trotzdem Richtung Heimleitung: „So etwas tut man nicht, Frau Heimleiterin – und wenn man es offensichtlich doch getan hat, dann entschuldigt man sich öffentlich und ehrlich dafür!“
von Erika Keinberger aus Rohrbach-Berg


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17.03.2021 12:34
Neidgesellschaft , Schande für die Wissenschaft die unmöglic
Möglich machte dann ist es nicht möglich In korrekter kompetenter Arbeit aufzuteilen! Beschämend Gier ,Respektlos, unfähig! Lasst es den jungen Studenten machen!! Die kriegen das hin !!! Hausverstand und nicht freunderlwirtschaft und Hier sind schlechte Partner bei so wertvoller Impfstoff,Zeit!! Zusammenhalt ,Respekt und kein Neid Werden und haben uns geholfen nach dem Krieg Glaube ich und bitte umVerständnis.So geht's nicht!!!Wie Menschen benehmen!!!
05.04.2021 19:05
Kannst Du mir einen Gefallen tun .........
Leider ist der Nepotismus in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens angekommen - die Politik zeigt es vor und jeder macht mit. Auch bei den Impfzentren hat die Freunderlwirtschaft Einzug gehalten - von wegen Impfstoffe müssen vernichtet werden - so ein Unsinn es gibt lange Wartelisten von berechtigten Personen - warum dann in der Impfstatistik Personen aufscheinen, die in keiner Weise zu den vulnerablen Personenkreis gehören ist etwas eigenartig. Im Impfzentrum Amstetten sind offensichtlich mehrere Freundschaftsdienste geleistet worden - aber klar wäre schade um den Impfstoff-
16.03.2021 07:33
Impfung
Also, eigentlich finde ich diesen Text frecher, als die Geschichte. Hat heute jemand Angst vor der Krankheit, hätten wir wahrscheinlich alle so reagiert. Und wir wissen alle, dass die übrigen Impfdosen weggeschmissen werden müssen,also haben wir doch wieder Steuergelder gespart
16.03.2021 09:47
Impfung
Angst vor der Krankheit hat sicher jeder, aber das "Wer und Wie" die Personen die Impfung bekommen haben, dass ist ethisch nicht in Ordnung
16.03.2021 20:11
Impfung
Wieso hätten die übrigen Impfdosen weggeschmissen werden müssen, wenn im Vorfeld eine ordentliche "Ersatzliste" erstellt worden wäre? Es gibt genug Personen, die kurzfristig erreicht werden können. Man denke an Feuerwehr, Essen auf Rädern, und und und...