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KLEINZELL. Es ist bald so weit: Am 5. Mai wird das neue Zeller Kaufhaus in kleinem Kreis Eröffnung feiern, ehe am 6. Mai dann erstmals dort eingekauft werden kann. Ein wenig Vorbereitungsarbeit ist noch nötig, dann geht der Herzenswunsch der Kleinzeller Bevölkerung, wieder ein Geschäft im Ort zu bekommen, in Erfüllung.

Sabine Wöss wird vom Stefansplatzerl ins Zeller Kaufhaus wechseln. Foto: Artegra
  1 / 2   Sabine Wöss wird vom Stefansplatzerl ins Zeller Kaufhaus wechseln. Foto: Artegra

Fast 1,2 Millionen Euro hat die Gemeinde in das Projekt gesteckt, das für die Kleinzeller einen enormen Stellenwert hat: „In Befragungen hat sich herausgestellt, dass ein Geschäft im Ort für die Kleinzeller ein echter Herzenswunsch ist. Es ist eine riesige Aufwertung für den Ort und wird die Selbstständigkeit unserer Älteren fördern“, freut sich Bürgermeister Klaus Falkinger.

Sozialer Mehrwert

In dem modernen Gebäude, das in den letzten Monaten anstelle des alten Feuerwehrhauses errichtet wurde, wird die Bäckerei Wolfmayr mit einem Verkaufsraum und einem Café einziehen. Der größte Teil der Fläche – rund 230 Quadratmeter – wird aber dem Adeg-Markt mitsamt Trafik, Lotto-Annahmestelle und Postpartner vorbehalten sein, der von Artegra betrieben und damit auch Menschen mit Beeinträchtigung einen Arbeitsplatz bieten wird. Ein ähnliches Modell setzt Artegra bereits seit dem vergangenen Jahr in St. Stefan-Afiesls Stefansplatzerl um. Auch der Adeg-Markt in Pfarrkirchen wird von der Einrichtung des Arcus Sozialnetzwerkes betrieben.

Zehn Mitarbeiter werden ab 6. Mai sprichwörtlich den Laden schaukeln, fünf davon im geschützten Bereich. Eine von ihnen ist eine Heimkehrerin: Sabine Wöss aus Kleinzell ist seit 2009 bei Artegra beschäftigt und wird von ihrem jetzigen Arbeitsplatz im Stefansplatzerl ins Zeller Kaufhaus wechseln. Ihr eilt der Ruf als verlässliche Mitarbeiterin voraus.

Regional ist nicht egal

Neben dem sozialen Mehrwert wird aber auch die Regionalität eine wichtige Rolle im Zeller Kaufhaus spielen, wie Bürgermeister Falkinger betont: „Wir haben von Anfang an darauf geachtet, dass Waren regionaler Produzenten in den Regalen zu finden sind. Das beginnt bei Fleisch und Wurst vom Zalto und hört bei Naturseifen lange nicht auf.“ Den regionalen Produktschwerpunkt ergänzt Artegra dabei mit hauseigenen Produkten aus den geschützten Werkstätten des Arcus-Netzwerkes. In einem Pilotversuch für Adeg werden ein spezielles Zutrittssystem und eine Selbstbedienungskasse für erweiterte Öffnungszeiten zur Verfügung stehen.

Hoher Besuch

Auch Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner zeigte sich jüngst bei einem Baustellen-Besuch begeistert von der Innovationskraft, die in Kleinzell gelebt wird.


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