Winterschlaf auf Ruine Falkenstein wird heuer länger dauern
HOFKIRCHEN. Eigentlich wollten Hofkirchens Burgsanierer das Frühlingswetter nach Ostern schon ausgiebig nutzen. Doch der Winterschlaf auf Ruine Falkenstein dürfte heuer länger dauern als sonst. Dennoch hat man heuer viel vor, berichtet Matthias Koopmann, der die Sanierungsarbeiten koordiniert.

So ganz stimmt das mit dem Winterschlaf ja gar nicht, denn zwei Freiwillige haben aktuell schon mit der Beseitigung von Bewuchs begonnen. Doch für Sanierungsarbeiten, die sonst immer nach Ostern starten, dürfte es schlecht aussehen, meint Matthias Koopmann, der selbst aus dem angrenzenden Bayern kommt: „Viele unserer Helfer kommen aus Deutschland oder Tschechien, einige auch aus entfernteren Teilen Österreichs. Wir müssen erst sehen, wann Grenzübertritte wieder ohne viel Hürden wie Quarantäne etc. möglich sein werden.“
Wenn sie dann die Ärmel wieder hochkrempeln können, ist Arbeit angesagt: „Wir machen uns heuer daran, eine große Bresche im Bereich des Hocheinstieges zu schließen. Diese war im Lauf der letzten 100 Jahre entstanden und war eigentlich sogar vor zehn Jahren der Anlass für den großen Beginn der Sanierungsarbeiten auf Falkenstein“, erzählt Koopmann. Auch die Außensanierung eines Rundturmes soll heuer fertiggestellt werden.
Ein Park entsteht
Daneben gibt es eine Baustelle im ehemaligen Burggraben, dessen nördlicher Teil auch heute noch Wasser in Form eines Teiches führt. Dieser wird neu abgedichtet und in eine parkähnliche Anlage eingebunden. Wege und Bänke sollen Besucher einladen, die einzigartige Atmosphäre des alten Gemäuers zu erspüren und zu genießen. „Übrigens, für die Bänke, die dort aufgestellt werden, suchen wir noch Sponsoren“, appelliert Matthias Koopmann.
Nichts zerstören!
Apropos Besucher: Interessierte an der Geschichte und der Bauweise von Falkenstein sind natürlich herzlich willkommen. Ein Betreten der Ruine ist aber nur erlaubt, wenn gerade Sanierungsarbeiten stattfinden. Koopmann: „Leider wurde und wird durch Besteigen der Mauerreste oder des Areals selber vieles unwissentlich zerstört – sei es die alte Substanz selbst, die dann schnell abbröckelt, oder aber unsere mühevoll sanierten Teile. Außerdem darf man nicht vergessen, dass ein Betreten der Hauptburg noch immer lebensgefährlich ist“, warnt er, zumal man jetzt in einem Stadium der Arbeiten sei, in dem nach den vielen Vorbereitungsarbeiten in den ersten Sanierungsjahren jetzt endlich viel weitergeht – und ausgerechnet da kommt Corona daher.
Nichtsdestotrotz wird fleißig weitergearbeitet und neue Helfer sind jederzeit herzlich willkommen. Auf der Facebook-Seite der Ruine Falkenstein sowie auf www.hofkirchen.at wird bekanntgegeben, wann die Arbeiten wieder aufgenommen werden. Derzeit entsteht auch eine Website der Ruine, die bis zum Sommer fertig sein wird.<


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