Vom Pool aus 4.800 Plastikflaschen und anderen kreativen Tüfteleien
OEPPING/PEILSTEIN. Überwältigt vom Interesse und den kreativen Upcycling-Ideen, die für ihren Wettbewerb eingereicht wurden, war die Landjugend Oepping-Peilstein. Den Sieg schnappte sich ein Tüftler aus Wiener Neustadt.

Mangelnde Geduld oder Ausdauer kann man dem Sieger aus Wiener Neustadt nicht nachsagen: Schon seit zehn Jahren baut Kurt Krist an einem Pool, der aus circa 4.800 mit Regenwasser gefüllten PET-Flaschen besteht. Und auch wenn er jetzt fertig erscheint, wird noch laufend verbessert und verschönert. „Das Projekt hat unsere Jury so sehr überzeugt, dass wir den ersten Preis dafür vergeben haben“, berichtet Lukas Gabriel von der LJ Oepping-Peilstein. Bei der Preisübergabe (eine Klassik-Box von Schinken, Wolf und Hühnergeschrei) plauderten die Landjugendlichen aus dem Mühlviertel mit dem kreativen Wiener über viele weitere Dinge in seinem Garten, die er vor der Tonne gerettet und aufgewertet hat.
31 Einreichungen
Genau solche Wiederverwertungsmöglichkeiten sollten mit dem Upcycling-Wettbewerb auch ans Licht kommen. Insgesamt wurden von April bis Anfang Juni 31 Projekte eingereicht und von den vier Juroren auf Kreativität, Komplexität und Einzigartigkeit bewertet: Da wurde von Jakob Gabriel ein alter Leibstuhl zur Seifenkiste umfunktioniert (2. Platz); Martin Jetschgo schuf sich ein gemütliches Grillplatzerl aus einer Waschmaschinentrommel und alten Sesseln (3. Platz); da wurde aus altem Bauholz ein Hühnerstall gebaut oder ein Bett aus altem Dachstuhl-Holz; 440 Bierstoppeln zum Tisch vereint oder Lampen aus 150 Jahre alten Mostfässern oder alten Büchern gestaltet.
Die ersten 19 Ränge durften sich über Sachpreise aus der Region freuen.
Schulen greifen Thema auf
Besonders freuten sich die Wettbewerbs-Veranstalter über die Teilnahme der beiden Schulen TFS Haslach und TNMS Lembach. „Aus den beiden Schulen wurden insgesamt sechs Projekte eingereicht, wobei vier davon Sachpreise erhielten“, sagt Gabriel. „Es freut uns, dass der Gedanke des Upcyclings bereits aktiv in der Schule gelehrt wird und schon Schüler den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen lernen.“


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