Wenglers bekommen Unterstützung aus der Volksschule Kleinzell
ST. MARTIN/KLEINZELL. Angst vor Corona, vor der kompletten Verarmung und vor Hunger herrscht in Unawatuna in Sri Lanka – dort, wo Margit und Dietmar Wengler schon seit vielen Jahren den ärmsten Menschen helfen. Auch jetzt lassen sie ihre Schützlinge nicht im Stich und dabei bekommen sie tatkräftige Unterstützung aus der Volksschule Kleinzell.

Die Kinder haben beinahe in Eigenregie eine Benefiz-Aktion auf die Beine gestellt und selbstgebastelte Papierblumen beim Kleinzeller Monatsmarkt verkauft. Den Erlös spendeten sie an Margit Wengler, die das Geld dem Armenkindergarten in Unawatuna zukommen lässt. Bei der Spendenübergabe erzählte sie den Kindern der dritten Klasse und Lehrerin Heidemarie Grandi auch mehr über ihr Projekt.
Häuslbauer helfen weiter
Seit 2005 reisen Margit und Dietmar Wengler aus St. Martin jedes Jahr nach Sri Lanka, um dort Häuser für jene Menschen zu bauen, die nach dem Tsunami 2004 alles verloren haben. Corona hat jedoch alles verändert. „Das komplette System ist stillgelegt. Immer wieder wird wochenlanges Ausgeh-Verbot verhängt – das bedeutet für die Menschen keine Arbeit und kein Geld, kein Export und Import, der Tourismus bleibt aus und auch alle Schulen sind bis dato zu“, schildert Margit Wengler die dramatische Situation. Dazu kommt die schlechte medizinische Versorgung: Corona-Erkrankte werden ausschließlich mit Wasserdampf zum Inhalieren behandelt, es fehlt an Medikamenten und auch Impfungen gibt es nur für die obere Schicht.
30 Euro bedeuten Reis für drei Wochen
„Am schlimmsten ist, dass die tägliche Essensversorgung nicht mehr gesichert ist“, ergänzen die engagierten Mühlviertler, die aus der Ferne helfen. Bereits seit mehr als einem Jahr finanzieren sie durch den Verkauf von Mehlspeisen und Gewürzen monatliche Reislieferungen für das Dorf im Süden Sri Lankas.
Allerdings spitzt sich die Lage zu, Lebensmittel-Unterstützung ist in immer kürzeren Abständen notwendig. „Mit unseren Verkäufen auf den Märkten ist das nötige Budget nicht mehr schaffbar“, sorgen sich die Wenglers um ihre Schützlinge. Sie bitten deshalb um Mithilfe und Spenden: Mit 30 Euro kann eine Familie für mindestens drei Wochen mit dem so lebenswichtigen Reis versorgt werden.


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