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ROHRBACH-BERG. Die Olympischen Sommerspiele in Tokio sind zwar bereits vorbei, doch in Anja Oyrers Erinnerungen werden sie noch ewig bleiben. Die 31-Jährige aus Rohrbach-Berg durfte dieses Stück Sportgeschichte hautnah miterleben – als Betreuerin im Team der Physiotherapeuten.

 (Foto: privat)
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Zwei Tage in der Woche arbeitet die sympathische Rohrbach-Bergerin – neben ihrer Praxis in der Bezirkshauptstadt – im Olympiazentrum in Linz. Über dieses Sprungbrett hat sie es auch in das Betreuerteam der österreichischen Olympia-Mannschaft für die Sommerspiele in Tokio geschafft: „Ich habe schon öfter bei größeren Sportveranstaltungen mitgearbeitet und bin so auch mit dem ‚Chef de Mission‘ des Österreichischen Olympischen Komitees, Christoph Sieber, in Kontakt gekommen. Manche Sportler aus dem Olympia-Kader betreue ich eben auch in Linz schon länger und so hat eins das andere ergeben“, erzählt Anja Oyrer.

Verschiedene Athleten in ihren Händen

Physiotherapeuten arbeiten mit den Sportlern sowohl vorbeugend als auch nach Verletzungen zusammen. So war Anja Oyrer bei Olympia unter anderem für Skateboarder, Badminton-Spieler, Gewichtheber und Leichtathleten zuständig: „Eigentlich für alle, die keine eigenen Betreuer mitbringen, beispielsweise weil die Teams in dieser Disziplin eher klein sind“, so die Physiotherapeutin.

Corona änderte alles

Die weltberühmte Veranstaltung forderte die Sportler in diesem Jahr ihrer Ansicht nach ganz besonders. Corona-bedingt konnten schon im Vorfeld Trainings nicht im sonstigen Umfang oder an den üblichen Trainingsstätten stattfinden und so war bei einigen Teilnehmern Improvisation gefragt. „Außerdem muss man sich den enormen Druck vorstellen, der auf manchem Sportler diesmal lastete, weil die Erwartungshaltung, genau bei diesem Ereignis abliefern zu müssen, doch schon groß war. Zudem war es heiß ende nie in Tokio und die sieben Stunden Zeitverschiebung kamen hinzu. Und dann muss man sich vorstellen, dass diesmal auch keine Angehörigen als Begleitpersonen mitfahren durften. Das erfordert von den Athleten große mentale Stärke und vielleicht gewinnt dann auch eher derjenige, der sich am besten anpassen kann an die ganze Situation.“

Alle gehören zusammen

Eine besondere Stimmung war aber im olympischen Dorf zu spüren: „Es war extrem spannend mit so vielen Nationen unter sich. Man konnte jederzeit einem ‚Superstar‘ über den Weg laufen, denn alle gingen zum Beispiel am selben Ort essen – alle gehören da zusammen, egal ob Sportler oder Betreuer.“

Nur gute Worte hat sie außerdem für die Organisation übrig. Die Japaner haben die Olympischen Spiele in enormer Disziplin gestemmt und waren überaus freundlich.

Erzählt sie von ihrem schönsten persönlichen Moment, so strahlen Anjas Augen noch immer: „Das war, als der Judoka Shamil Borchashvili seine Bronzemedaille gewann. Der hat sich so gefreut und ich bin direkt danebengestanden und hab zugeschaut. So etwas vergisst du nie.“


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