Haltlose Vorwürfe gegen den Tierpark Altenfelden
ALTENFELDEN. Zu kleine Gehege, verstörte Tiere: Schwere Vorwürfe erhebt der „Verein gegen Tierfabriken“ (VGT) gegen den Tierpark Altenfelden. Besitzerin Barbara Laher kann diese Kritik nicht nachvollziehen.

„Wir arbeiten ständig mit dem Amtstierarzt zusammen – umso mehr sind wir über die Vorwürfe verwundert“, kommentiert die Altenfeldnerin die Anschuldigungen, bei denen unter anderem die zu kleinen Vogel-Volieren, die Käfige für Marder und die Haltung des Geparden kritisiert werden.
Nach der Anzeige sind bereits zwei unabhängige Amtstierärzte im Tierpark gewesen und „haben keine Verstöße, wie vom VGT dargestellt und angezeigt, feststellen können“, stellt Barbara Laher klar. Sie weist zugleich auf das überdurchschnittliche Platzangebot für ihre Tiere hin: „Mehr als 1.000 Tiere leben bei uns auf einer Fläche von 80 Hektar. Dabei übererfüllen wir das gesetzlich vorgeschriebene Platzangebot in vielen Bereichen um das Vielfache.“
2.000 m2 für Sambesi
Gepard Sambesi etwa, der laut VGT ein „viel zu kleines Gehege hat, um 100 Stundenkilometer laufen zu können“, bewohnt stolze 2.000 m2. „Laut Verordnung sind 100 m2 vorgeschrieben – also hat er ein 20fach größeres Gehege, als seine Artgenossen in vielen renommierten Zoos“, heißt es vom Tierpark Altenfelden. Hier arbeitet man außerdem an vielen Artenschutzprojekten und Zuchtprogrammen mit und setzt auf Wissensvermittlung im Bereich Tierschutz.
Einseitige Darstellung
Im Tierpark ärgert man sich auch über die Vorgangsweise des VGT. „In geheimen Rundgängen Fotos und Videos anzufertigen und diese in ein einseitiges, schlechtes Licht zu rücken, können wir so nicht akzeptieren. Der VGT hätte sich ja auch bei uns melden können – wir hätten sie sogar beim Rundgang durch den Tierpark begleitet und alle Fragen beantwortet – aber leider machen sie das nicht“, sagt Markus Bichler, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.
Falsch verstandene Tierliebe
Auch mit überambitionierten Tierschützern habe man bereits Erfahrungen gemacht. „Viele fühlen sich durch solche Falschmeldungen aufgerufen, etwa Tiere zu befreien oder Gatter aufzubrechen. Einen Gefallen tut man den Tieren allerdings nicht.“ Befreite Tiere stehen bereits Stunden später wieder vor den Zäunen und verletzten sich teilweise schwer bei der Rückkehr. Denn fast alle Tiere wurden im Tierpark geboren oder stammen von anderen Zoos – sie finden sich in der freien Wildbahn gar nicht zurecht.


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