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BEZIRK ROHRBACH. Nicht nur die Mitarbeiter in den Krankenhäusern leiden unter der Corona-Krise: Auch die niedergelassenen Ärzte und ihr Ordinationspersonal stoßen an die Grenzen ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit.

  1 / 2   Die Corona-Krise sorgt auch bei den niedergelassenen Ärzten für viel zusätzliche Arbeit und hohen administrativen Aufwand. (Foto: wutzkohphoto/Shutterstock.com)

Momentan sei die Arbeitsbelastung „wirklich extrem hoch und wir sind physisch und psychisch ausgelaugt – ein Ende ist dabei aber nicht in Sicht“, macht Bezirksärztevertreter Werner Stütz aufmerksam. Mit seinem Warnruf spricht er für all seine Kollegen in den Ordinationen, denn die Situation schaut überall gleich aus. „Zu den normalen Patienten kommen Covid-19-kranke Leute, viele Anfragen und Telefonate und auch Impfungen. Das alles ist ein unendlich hoher administrativer Aufwand. Die normale Arbeit muss nebenher laufen und ist fast nicht bewältigbar. Dazu kommt, dass auch in den Krankenhäusern auf Krisenmodus geschaltet wird und somit bei uns niedergelassenen Ärzten mit zusätzlicher Arbeit zu rechnen ist“, schildert der Allgemeinmediziner aus Rohrbach-Berg die Lage. Außerdem seien die Ärzte auch in den Impfstraßen unterstützend im Einsatz.

Nicht wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt

Werner Stütz bittet daher um Verständnis und Rücksicht: „Leute, die medizinische Hilfe brauchen, finden diese natürlich bei uns. Aber wir ersuchen, auf nicht dringliche Arztbesuche zu verzichten.“ Zumal auch mit längeren Wartezeiten zu rechnen ist und dabei die Ansteckungsgefahr in den Ordinationen nicht unterschätzt werden darf. Deshalb gilt in den Wartezimmern auch die FFP2-Maskenpflicht, „mit der man in geschlossenen Räumen ohnehin nie etwas falsch machen kann“, ergänzt der Mediziner.

Impfung schützt vor schwerem Verlauf

Zugleich gilt der Appell von ärztlicher Seite, das Impfangebot (sowohl gegen Covid-19 als auch gegen Influenza) zu nutzen. „Die Corona-Impfung schützt nicht vor einer Ansteckung, aber vor einem schweren Verlauf“, macht Werner Stütz deutlich. Fest steht, dass die aktuelle vierte Welle eine jüngere und somit mobilere Altersschicht betrifft und deshalb so dramatisch ausfällt. „Wir tragen alle Eigen- und Mitverantwortung für unsere Gesellschaft, damit sich die Lage bessert“, sagt der Bezirksärztevertreter. Nach einem sehr holprigen Start werde jetzt auch das Impfangebot seitens des Landes schrittweise angepasst und verbessert, damit jeder einfach zur Covid-19-Impfung kommt.


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