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BEZIRK ROHRBACH. Am 19. Mai findet weltweit der „Tag der Allgemeinmedizin“ statt. Der Fokus richtet sich auf die Hausärzte und ihre zentrale Funktion als Drehscheibe im Gesundheitssystem. Grund genug, bei Bezirksärztevertreter Werner Stütz nachzufragen, wie sich die Situation der Hausärzte im Bezirk derzeit darstellt. 

Bezirksärztevertreter Werner Stütz und seine Frau Pia haben selbst eine Praxis für Allgemeinmedizin im MDZ in Rohrbach-Berg. (Foto: Gahleitner)

„Alle Stellen im Bezirk Rohrbach sind momentan besetzt“, berichtet Stütz. „Im Gegensatz zu anderen Gegenden dürfen wir uns glücklich schätzen, die Versorgung ist flächendeckend gewährleistet.“ Vor einigen Tagen hatte Gesundheitsminister Johannes Rauch laut darüber nachgedacht, „ob man Medizin-Absolventen nicht dazu verpflichten könne, für eine bestimmte Zeit als Kassenarzt zu arbeiten – etwa ein, zwei Tage in der Woche“. Bei der Ärzteschaft kam das weniger gut an: „Diese Hirngespinste zeugen von tiefstem Unverständnis für die Arbeitsrealität“, sagt etwa Ärztekammer-Sektionsobmann Edgar Wutscher.

Dabei müsse das Leben als Hausarzt doch recht gemütlich sein. „Genau das Gegenteil ist der Fall“, klärt Stütz auf. „Hausarzt zu sein ist richtig intensiv, weil man sehr viele Patienten in sehr kurzer Zeit zu Gesicht bekommt und behandelt. Und da ist alles dabei, was man sich vorstellen kann: vom Kleinkind bis zum Greis, vom Aua bis zu schweren Krankheiten.“ Dazu würden noch viele bürokratische Aufgaben kommen und Bereitschaftsdienste.

Gruppenordination im Trend

„Der Trend geht daher momentan zu Gruppenordinationen, das Ziel ist einfach, die Arbeitsbelastung auf mehrere Ärzte aufzuteilen. Vor allem Ärzte mit (kleinen) Kindern springen auf diesen Zug auf und versuchen so, den Job und ein erfüllendes Familienleben unter einen Hut zu bringen“, informiert Stütz.


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