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AIGEN-SCHLÄGL. Es ist Donnerstag, gerade mal 12.30 Uhr. Und schon jetzt stehen die ersten Menschen vor der Tür des Rotkreuz-Marktes und warten, bis dieser um 14 Uhr aufsperrt. Die ständig steigenden Preise im regulären Handel sorgen für einen enormen Ansturm im Rotkreuz-Markt und stellen das ehrenamtliche Team vor Herausforderungen.

Karin Mandl (l.) und ihr Team an Freiwilligen haben alle Hände voll zu tun. (Foto: Rotes Kreuz)
  1 / 2   Karin Mandl (l.) und ihr Team an Freiwilligen haben alle Hände voll zu tun. (Foto: Rotes Kreuz)

Gut 900 Menschen mit geringem Haushaltseinkommen haben aktuell eine Einkaufsberechtigung für den Rotkreuz-Markt in Aigen-Schlägl. „In den vergangenen drei Monaten ist diese Zahl deutlich angestiegen und unsere Kunden kommen aus dem ganzen Bezirk“, berichtet Marktleiterin Karin Mandl und fügt hinzu: „Man merkt wirklich, dass alles teurer wird – sie sind auf uns angewiesen.“

„Wir sind kein Supermarkt“

Im Rotkreuz-Markt gibt es Güter des täglichen Bedarfs zu stark reduzierten Preisen. „Wir haben kein Vollsortiment und sind auf Spenden angewiesen“, macht die Rotkreuz-Mitarbeiterin deutlich. Deshalb kann es schon vorkommen, dass im Laufe eines Einkaufsnachmittags Obst und Gemüse ausgehen und sich auch andere Regale leeren. „Wir schauen zwar, dass jeder etwas bekommt, aber wenn man kurz vor Ladenschluss kommt, ist schon fast alles weg.“ Mehl, Öl, Essig, Konservendosen, Klopapier, Küchenpapier, aber auch frische Lebensmittel: „Ich könnte viel mehr Waren brauchen“, sagt Karin Mandl, die deshalb dankbar für jede Spende ist. „Auch Gutscheine helfen uns sehr – wir freuen uns über jede Kleinigkeit“, betont die Marktleiterin.

Sammelaktion in St. Veit

Zur Unterstützung des Marktes gibt es am kommenden Freitag, 10. Juni (ab Mittag) und Samstag, 11. Juni (Vormittag) eine Sammelaktion vor dem Sparmarkt in St. Veit. Motto dabei: Kauf eins mehr – schenk es her. Solche Aktionen helfen, das Sortiment im Rotkreuz-Markt – neben den Waren aus den Partnermärkten – aufzufüllen. Mandl weiß aus Erfahrung: „Die Leute sind wirklich sehr großzügig und spendenfreudig, obwohl es keine einfachen Zeiten sind. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Freiwillige gesucht

Nicht nur Waren, auch neue freiwillige Mitarbeiter könnte der Rotkreuz-Markt brauchen. Fahrer, die am Vormittag die Waren von den Supermärkten abholen, sind ebenso dringend gesucht wie Freiwillige für die Kasse. „Der Andrang bedeutet für uns gewaltige Arbeit“, sagt Mandl. Sie und ihre 35 ehrenamtlichen Mitarbeitenden haben an den beiden Öffnungstagen alle Hände voll zu tun. Der schönste Lohn für das Team: „Wenn jemand einfach Danke sagt und super, dass es euch gibt. Da weiß man dann, wofür man es tut.“

Waren- oder Gutscheinspenden können direkt beim Rotkreuz-Markt in Aigen-Schlägl (Öffnungszeiten Dienstag und Donnerstag, jeweils von 10 bis 17 Uhr) oder in der Bezirksstelle Rohrbach abgegeben werden. Nähere Infos bei Patrizia Staltner im Bezirksbüro (Tel. 07289/6444-22) oder bei Marktleiterin Karin Mandl (Tel. 0664/887 45945). Freiwillige Helfer können sich bei Karin Mandl melden.
Einkaufsberechtigungen bitte am jeweiligen Gemeindeamt beantragen. Einkommensgrenzen: Ein-Personen-Haushalt: 1.200 Euro; Zwei-Personen-Haushalt: 1.700; je Kind zusätzlich 300 Euro

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