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ST. STEFAN-AFIESL. Den Franzi, den hat einfach fast jeder gekannt − ob als leidenschaftlichen Fußballfan, Kulturfreund oder Kabarettfigur „August Sepp Temba“. Am Fronleichnamstag wurde Franz Madlmayr im 55. Lebensjahr von seinem schweren Krebsleiden erlöst.

Franz Madlmayr ist im 55. Lebensjahr verstorben. (Foto: privat)
Franz Madlmayr ist im 55. Lebensjahr verstorben. (Foto: privat)

Den Franzi zu beschreiben, würde ein ganzes Buch füllen. Aufgewachsen quasi in der Gaststube des elterlichen Wirtshauses in St. Stefan-Afiesl, blieb er sein ganzes Leben lang ein Entertainer. Sein Talent dazu zeigte sich als glänzender Theaterspieler und später dann vor allem als Kabarettist. Legendär ist den Steffingern sicherlich das von ihm geschriebene Kabarett „Kabedy“ in Erinnerung geblieben, aber auch später zeigte sich seine Begabung auf der Bühne als Kabarettfigur „August Sepp Temba“, als die er gemeinsam mit seinem Freund Sigi Mittermayr durch das ganze Land zog und die Menschen zum Lachen brachte. Die vielen Kontakte in die Kabarettszene nutzte Madlmayr auch rege aus, um das Kulturleben in seiner Heimatgemeinde zu bereichern. So viele Veranstaltungen hätte es ohne seine Umsicht niemals gegeben.

Spiritueller Mensch

Im immer lustigen und geselligen Kerl steckte aber auch spiritueller Mensch, der nach den Ursprüngen der Dinge und deren Geheimnisse suchte. Er interessierte sich für Erdstallforschung und wurde nicht selten rutengehend, nach Kraftplätzen suchend, angetroffen immer ausgestattet mit Rucksack, Hut und Wanderstock.

Auch das Volksbildungswerk war ihm eine Herzensangelegenheit. Dieses erweckte er im Bezirk Rohrbach 2013 wieder als Bezirksleiter aus dem Dornröschenschlaf und füllte es mit Leben. Auch im Landesvorstand war er aktiv, bis er aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten musste. Drei Jahre lang begleitete ihn sein Krebsleiden, dem er am Nachmittag des 16. Juni schließlich erlag. Er hinterlässt seine Frau Gerlinde und seine zwei Kinder Julian (15) und Milena (12).

Sein spitzbübisches Grinsen, seine vielen Talente und sein Humor werden in St. Stefan-Afiesl und weit darüber hinaus schmerzlich fehlen. Mach's gut, Franzi!


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