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ALTENFELDEN.44 Jahre lang leitete Reinhard Lehner den Kirchenchor, ihm ist die Musikvolksschule zu verdanken und die musikalisch-literarischen Auftritte mit seinen Freunden sind legendär. Musik prägte das Leben des Altenfeldners, der aber auch abseits davon seine Spuren hinterlassen hat. Er starb im Alter von 68 Jahren.

Das Wirken von Reinhard Lehner wird weiterklingen. (Foto: privat)
Das Wirken von Reinhard Lehner wird weiterklingen. (Foto: privat)

Mehr als 500 Kindern hat er im Laufe seiner Zeit an der Volksschule Altenfelden musische Bildung zuteilwerden lassen und er setzte sich als Leiter der Arbeitsgemeinschaft in OÖ dafür ein, dass Musikvolksschulen ins Regelwerk aufgenommen werden. Jedes Jahr aufs Neue kämpfte er für die nötigen Ressourcen für den Schulversuch Musik und dessen politische Akzeptanz. Und bis zuletzt unterstützte er seine Musikvolksschule Altenfelden, die er 34 Jahre lang geleitet hat, mit umgeschriebenen oder selbst verfassten Musikstücken für die Aufführungen.

Zugleich war Reinhard Lehner Initiator und Leiter des Sonderpädagogischen Zentrums für den Bezirk Rohrbach (heute Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik). Kinder mit Defiziten oder Beeinträchtigungen zu fördern und ihnen einen guten Platz zu geben, wurde zu seiner Lebensaufgabe.

Mit Leidenschaft im Dienst der Pfarre

Die Liebe zur Musik brachte ihn auch zum Kirchenchor, dessen Leitung er mit dem Osterfest 1977 von seinem Vater übernommen hat und den er auf ein sehr hohes musikalisches Niveau geführt hat. „Dass sein letzter Chorleiter-Dienst auf das Allerheiligen-Fest fiel, scheint nachträglich wie eine göttliche Fügung“, meint Pfarrer Clemens. Reinhard Lehner war zudem Mitglied im Pfarrgemeinderat und leitete 15 Jahre den Liturgieausschuss. Ihm ist die Broschüre zur neuen Orgel zu verdanken, in der der begnadete Musiker selbst schreibt: „Kirchenmusik zur Erbauung, Freude und Trost der Zuhörenden und Musik zum Lobe Gottes!“

Jagdhornbläser gaben ihm das letzte Geleit

Musik war in allen Facetten Teil des Lebens von Reinhard Lehner. So war der passionierte Jäger auch begeisterter Jagdhornbläser. 1978 hat er seine Jagdprüfung gemacht und er war 27 Jahre lang Mitpächter und Schriftführer der Gemeindejagd Altenfelden. Daneben traf man ihn gerne auf dem Eisstockplatz an. Als offener, geselliger, humorvoller, aber auch gesellschaftskritischer Mensch engagierte sich Lehner auch politisch: Er war fast 20 Jahre lang Mitglied im Gemeinderat und unter anderem Ausschuss-Obmann für Schul-, Kindergarten-, Kultur- und Sportangelegenheiten sowie im Ausschuss für örtliche Raumplanung und Umweltfragen aktiv.


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