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HELFENBERG/LONDON. Der Tod von Queen Elizabeth berührte vergangene Woche die Menschen auf der ganzen Welt. Dieses Ende einer Ära und den Aufbruch in eine neue Zeit unter König Charles III. erlebt die in London lebende und gebürtig aus Helfenberg stammende Andrea Kitzberger-Smith mit ihrer Familie hautnah mit.

Leo (4) legt in London Blumen im Gedenken an die Queen nieder. (Foto: privat)
  1 / 2   Leo (4) legt in London Blumen im Gedenken an die Queen nieder. (Foto: privat)

„Eigentlich ist es in der ganzen Stadt recht ruhig. Nur an den öffentlichen Plätzen wird deutlich, dass etwas passiert ist. Und die Sonntags-Zeitung beschäftigt sich diesmal nur mit diesem einen Thema“, berichtet Andrea Kitzberger-Smith am Wochenende nach dem Tod der Königin im Telefonat mit Tips.

Sie selbst sei kein besonderer Royal-Fan, aber weil Söhnchen Leo (4) soeben eingeschult wurde und dort schon vom Tod der Monarchin gehört hatte, machten sich Mama und Sohn am Wochenende auch auf, um in ihrem Bezirk Blumen niederzulegen und die öffentliche Proklamation mitzuerleben – die formelle Ernennung Charles zum neuen König.

Legendäres Erlebnis

Persönlich hat Andrea Kitzberger-Smith die Queen nie getroffen, ein Erlebnis blieb ihr dennoch in Erinnerung: „Ich durfte 2012 bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in London mitwirken und dabei wurde ja dieser berühmte Auftritt der Queen mit Daniel Craig als James Bond inszeniert, bei dem die Queen vermeintlich mit dem Fallschirm im Stadion landete. Da hautnah dabei zu sein, war schon cool und das zeigte auch, wie viel Humor die auch damals schon betagte Dame eigentlich hatte.“

Politisch unruhige Zeit

Auch die Ruhe und Stabilität, die von ihr ausging, konnte die gebürtige Helfenbergerin in ihrer Wahlheimat stets verspüren. Entsprechend kommt der sogenannte Commonwealth, zu dem weltweit viele ehemalige britische Kolonien gehören, nun in politisch unruhigeres Fahrwasser. „Das dürfte noch spannend werden, denn man hört jetzt schon von Unabhängigkeitsbestrebungen einiger Länder. Es wird dieser Tage ja nicht nur getrauert, sondern es herrscht auch eine gewisse Aufbruchsstimmung, weil es einen neuen König gibt“, fasst Andrea Kitzberger-Smith zusammen und ortet für König Charles viel Rückhalt aus der Bevölkerung: „Es ist auch sicher nicht einfach für ihn. Die Fußstapfen, in die er treten muss, sind ziemlich groß.“

Eine Mama, Oma, Uroma

Zu den Trauerfeierlichkeiten wird sie nicht persönlich hingehen. „Das ist nicht unbedingt meins und wenn man möchte, dann sieht man im Fernsehen viel mehr.“ Was ihr aber bewusst ist, ist der Verlust dieser großen Persönlichkeit für die ganze Welt: „Die Queen war schon etwas Besonderes, da muss man auch nicht ein großer Fan der Royals sein, um das zu sagen. Und sie war ja auch eine Mama, Oma und Uroma. Das ist für mich eigentlich noch wichtiger.“


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