Sigi Barth ist ein Krippenbauer aus Leidenschaft
KLEINZELL. An Weihnachten denkt Sigi Barth eigentlich das ganze Jahr. Denn er verbringt viel Zeit in seiner Werkstatt, um dort Krippen zu basteln – mit viel Liebe, Leidenschaft und Fingerspitzengefühl.

Ganze elf Kripperl hat der geschickte Kleinzeller heuer schon gebaut. Allesamt beleuchtet und im traditionellen Stil einer Bauernkrippe gestaltet, die alten Stadln oder Bauernhöfen nachempfunden sind. „Ich verwende zum Verkleiden nur altes Holz, weil‘s einfach am besten passt“, sagt Sigi Barth, der deshalb auch stets vor Ort ist, wenn irgendwo ein Holzgebäude abgerissen wird. Vor etwa zehn Jahren hat ihn die Leidenschaft zum Krippenbauen gepackt. „Nach meiner Pensionierung hab ich auch Figuren gedrechselt und mit dem Kerbschnitzen angefangen. Als ich dann aber beim Weihnachtsmarkt einige Kripperl verkauft habe, hab ich mir gedacht, das wird ein schönes Hobby“, erinnert sich Barth, der 40 Jahre lang als Tischler gearbeitet hat. Kein Wunder, dass er dem Werkstoff Holz treu bleiben wollte.
Autodidakt
Er machte sich über Bücher schlau und mittlerweile hat er wohl an die 100 Bauernkrippen gebaut und weiterverkauft. Seine Kunst wird weit über die Bezirksgrenzen hinaus geschätzt. „Es freut mich, wenn jemand Freude an meinen Krippen hat, da geb ich sie gerne her“, meint der Handwerker. Seine größte Krippe – ein 1,60 Meter großes Werk mit mehreren Gebäuden – steht aber immer in der Weihnachtszeit bei ihm zu Hause.
Engel und Wichtel
Während Sigi Barth an seinen Krippen bastelt, ist seine Frau Cäcilia ebenfalls handwerklich aktiv. Mit ihren Engeln, gefilzten Wichteln und anderen Kreationen ist sie regelmäßig beim Kleinzeller Monatsmarkt vertreten.


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