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Rechen- und Leseschwächen früh erkennen und individuell fördern

Petra Hanner, 18.04.2023 18:45

MÜHLVIERTEL. Frühe Lese- und Rechen-Diagnostik in der Volksschule ermöglicht es, rasch individuell fördern zu können. Die Bildungsregion Mühlviertel unter der Abteilungsleitung von Gerhard Huber hat dabei eine Vorreiterrolle eingenommen.

Lehrerin Kornelia Reindl mit Schüler beim Lesen einer Leserakete (Foto: VS Neumarkt)
Lehrerin Kornelia Reindl mit Schüler beim Lesen einer Leserakete (Foto: VS Neumarkt)

Bei den Projekten Förderung der Lesekompetenz (LeFöK) und Förderung mathematischer Kompetenzentwicklung (Fömak) bilden sich Lehrpersonen dahingehend fort, Lese-/Rechtschreib- und Rechenschwächen möglichst früh zu erkennen, um in weiterer Folge die Kinder beim Lernen besonders zu unterstützen.

Das Projekt Förderung mathematischer Kompetenzentwicklung (Fömak) wurde gemeinsam mit der Akademischen Dyskalkulietherapeutin Elisabeth Oberngruber aus Rohrbach entwickelt und 2018/19 mit 16 Schulen im Bezirk Rohrbach gestartet. Mittlerweile nehmen 52 Schulen mit 2.000 Kindern teil. Das Projekt enthält Fortbildungen zur Rechenentwicklung sowie analoge und digitale Fördermaterialien, die in den vergangenen drei Jahren erprobt wurden. Darüber hinaus wird den Schulen eine webbasierende digitale Infrastruktur zur Datenerfassung und Förderung zur Verfügung gestellt. Im Vorjahr wurde es auf das gesamte Bundesland ausgeweitet.

Ohne Lesen kein Lernen

Vor drei Jahren wurde an den Mühlviertler Volksschulen aktiv Werbung für Lehrerfortbildungen zur Leseförderung und -diagnostik gemacht, viele Schulen haben sich gleich im ersten Jahr freiwillig gemeldet. Mittlerweile sind 76 Schulen im Projekt LeFöK dabei und haben jeweils eine Lehrkraft, die für das gesamte Lehrpersonal der Schule Ansprechpartnerin ist. Die Schüler werden in Kleingruppen oder durch Einzelförderung besonders beim Lesen lernen unterstützt. Die Lesetrainerin kann sich dabei ganz auf das einzelne Kind konzentrieren, was sonst in diesem Ausmaß nicht möglich ist. Das Projekt wird von der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich wissenschaftlich begleitet, Lernergebnisse und Lernfortschritte werden dokumentiert. Für das Lehrpersonal werden Workshops angeboten, um sich auszutauschen. Es wird spezielles Fördermaterial wie zum Beispiel Leseraketen zur Verfügung gestellt.


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