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ST. MARTIN. Das kleine und das große Hufeisen legten 29 Kandidaten am Reittherapiehof Bühübl ab. Das Besondere daran: Erstmals in Oberösterreich fand diese Prüfung integrativ für junge Reiter mit und ohne Beeinträchtigung statt.

  1 / 15   29 Prüflinge traten bei der integrativen Reitprüfung an und alle meisterten sie diese mit Erfolg. (Foto: Bühübl)

„Wir konnten die weiße Fahne hissen – alle haben die Prüfung bestanden“, freut sich die diplomierte Reit- und Voltigiertherapeutin Andrea Enzenhofer, die auf ihrem Hof am Bühübl in St. Martin ein Reittherapiezentrum betreibt und die integrative Reitprüfung möglich gemacht hat. Vor einer Richterin des österreichischen Pferdesportverbands (OEPS) stellten die Kinder und Jugendlichen ihr Wissen im Umgang mit dem Pferd und vor allem auch ihr Können auf dem Pferderücken unter Beweis. „Sie mussten die Hufschlagfiguren und über Hindernisse in Schritt und Trab alleine reiten können, der Galopp war freiwillig. Dafür haben wir eifrig geübt. Schließlich ging es nicht nur um ein Motivations-Abzeichen, sondern um eine offizielle Prüfung, bei der alle zeigen konnten, was sie können“, berichtet Enzenhofer. Das gute Ergebnis freut sie umso mehr. Neben Anstecknadel und Urkunde gab es für jedes Kind dann auch das erste Mascherl.

Unterstützt wurde die Veranstaltung unter anderem vom Lionsclub Ottensheim, der die Prüfungskosten für einige Kinder übernommen hat.

Pferde als wertvolle Therapeuten

Nach diesem ersten Abzeichen im Pferdesport wäre der Reiterpass das nächste Ziel. „Da müssen wir aber noch weiter hintrainieren“, meint Andrea Enzenhofer. Sie merkt bei der Therapie mit den körperlich oder geistig beeinträchtigten Reitern, dass sich dank der Arbeit mit und auf dem Pferd vieles zum Positiven verändert. Das erklärt auch den großen Andrang am Reittherapiehof Bühübl. „Wir bekommen Zuweisungen durch Kinderärzte und Ärzte aus dem ganzen Bezirk und weit darüber hinaus.“


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