Mehr Wertschätzung für die Landwirtschaft: Keine Handlung ohne Energieverbrauch
AIGEN-SCHLÄGL. Auf die Bedeutung der Landwirtschaft generell und im Speziellen auf die biologische Erzeugung wollen Astrid Schauer und Katrin Eckerstorfer, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen im Biokompetenzzentrum Schlägl, aufmerksam machen. Dabei greifen sie in den nächsten Wochen verschiedenen Themen auf. Heute geht es um Energie.

Landwirtschaft braucht viel Energie. Aber wir alle brauchen Landwirtschaft zum Leben. Zum Vergleich: 28 Prozent der Energie werden mittlerweile (Stand 2021) für Unterhaltung verwendet. Je mehr Leistung, je besser die Auflösung, umso mehr Energie verbrauchen Endgeräte, aber auch die Rechenzentren. Was bedeutet nun klimaneutral? Jede Handlung, die man setzt, braucht Energie. Es gibt kein CO2-neutral. Zum Ausgleich wird dann ein Baum gepflanzt, um das Gewissen reinzuwaschen. Bei grüner Energie muss man bedenken, dass etwa Photovoltaik-Module produziert werden müssen – aus Rohstoffen meist aus Billiglohnländern. Wasserkraftwerke oder Windparks verbrauchen Energie beim Bau.
Es geht also darum, Energie gleich einzusparen. Sparen sollte man nicht als Verzicht sehen, sondern als Gewinn an Lebensqualität und Gesundheit. Etwa wenn man mit dem Fahrrad, statt mit dem Auto fährt; mit der Familie etwas unternimmt, anstatt dass jeder vor dem eigenen Bildschirm sitzt. Die Landwirtschaft ist übrigens die einzige Branche, die beispielsweise durch Humus Ressourcen aufbauen kann.
Verfasserinnen: Astrid Schauer und Katrin Eckerstorfer, Biokompetenzzentrum Schlägl


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