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PEILSTEIN. Sie zählt zu den häufigsten neuropsychiatrischen Erkrankungen und betrifft eigentlich jeden. Genau deshalb rückt der Rohrbacher Lionsclub das Thema Demenz in den Fokus und organisiert einen Vortrag mit Experten. Diese klären über Medizin, Pflege und Recht auf.

Karin Höfer (Diplomierte Gesundheits- u. Krankenpflegerin), Notar Clemens Ettmayer und Primaria Romana Palmanshofer (v.l.) klären über Demenz auf. (Foto: Lions)

Mit steigender Lebenserwartung steigt auch die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken. „Bei den über 85-Jährigen sind 60 bis 80 von 1.000 Leuten erkrankt; bei den über 90-Jährigen schon 300. Man geht davon aus, dass sich bis zum Jahr 2050 die Anzahl der Demenz-Erkrankten verdoppeln wird“, berichtet Primar Wolfgang Tenschert, Lionsmitglied und bis Ende Februar Ärztlicher Direktor am Klinikum Rohrbach. Das bringt natürlich im Gesundheits- und Pflegebereich Herausforderungen mit sich.

„Generell rechnet man damit, dass es in den nächsten 20 Jahren um 20 Prozent mehr Patienten und um 20 Prozent weniger Personal gibt“, fügt Wolfgang Tenschert an.

Herausforderung für Betroffene und Angehörige

Die Krankheit bedeutet nicht nur für die Betroffenen, sondern vor allem auch für die Angehörigen eine Belastung. Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Sprache und Urteilsvermögen lassen nach. „Es ändert sich auch das Sozialverhalten, Erkrankte können aggressiv werden“, sagt der Mediziner.

Den Alltag um ein Vielfaches erleichtern könne hier die richtige Umgangs- und Kommunikationstechnik, ergänzt die Diplomierte Gesundheitspflegerin Karin Höfer. Sie wird beim Vortragsabend am 6. März im Gasthaus Post in Peilstein über die pflegerische Seite aufklären. Den medizinischen Teil übernimmt Primaria Romana Palmanshofer, Leiterin der Akutgeriatrie und Remobilisation am Klinikum Rohrbach.

Rechtlich vorsorgen

Außerdem referiert Notar und Lionsmitglied Clemens Ettmayer. Denn „vielen Menschen ist nicht bewusst, dass im Falle des Verlustes der Entscheidungsfähigkeit nicht automatisch die nächsten Angehörigen zum Vertreter bestellt werden. Nur für den Fall, dass nicht rechtzeitig Vorsorge getroffen wird, kann ein Vertreter vom Gericht bestellt werden“, informiert Ettmayer. Er wird auch Fragen thematisieren, wie im Falle des Falles auf die unterschiedlichen Interessen innerhalb einer Familie eingegangen werden kann. Moderiert wird die Veranstaltung von Primar Tenschert.

Mittwoch, 6. März, 19.30 Uhr

GH Post, Peilstein

Eintritt frei (um freiwillige Spenden für Sozialprojekte der Lions wird gebeten)


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