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NEUFELDEN. Die Jahre der Platznot in den Räumlichkeiten der Volksschule sind für Neufeldens Musiker vorbei: Vergangene Woche wurde das neue Musikprobenlokal feierlich eröffnet. Zu finden ist dieses im Dynacenter – einem Leuchtturmprojekt für nachhaltige Nachnutzung und innovative Raumgestaltung.

Das Probenlokal wurde mit viel Prominenz eröffnet. (Foto: MV Neufelden)
  1 / 2   Das Probenlokal wurde mit viel Prominenz eröffnet. (Foto: MV Neufelden)

300 m2 dürfen die Blasmusiker rund um Obmann Christof Wurnitsch jetzt ihr Eigen nennen. Dafür hat die Gemeinde rund 1,3 Millionen Euro geleistet. „Das ist es uns wert“, betonte Bürgermeister Peter Rachinger. „Denn Musik ist nicht nur Kultur, sondern auch Gemeinschaft, Identität, gelebtes Miteinander. Blasmusik hat in Neufelden einen hohen Stellenwert.“

Er fügte aber auch an, dass hier weit mehr als ein neuer Raum für Musikproben eröffnet wurde: „Wir feiern ein Stück gelebte Zukunftspolitik. Ein Projekt, das zeigt, dass wir als Gemeinde Weichen stellen, Chancen nutzen und Verantwortung übernehmen können.“ Gemeint ist damit der Ankauf der Räumlichkeiten im Dynacenter durch die Marktgemeinde. „Ohne diesen Input wäre das gesamte Dynacenter in dieser Form nicht realisierbar gewesen, denn unser Kauf war ein zentraler Baustein für die Gesamtfinanzierung“, berichtete Rachinger, der sich freut, dass damit ein drohender Leerstand verhindert werden konnte.

Vorzeigeprojekt für die Ortskern-Belebung

Wo früher ein in die Jahre gekommenes Betriebsgebäude stand, treffen heute Musik, Medizin, Gesundheitsdienstleister, Unternehmen und private Nutzer aufeinander. Damit gilt das Dynacenter als Vorzeigeprojekt für die Belebung des Ortskerns. Denn bereits in seiner aktuellen Ausbaustufe sind im Dynacenter rund 60 Arbeitsplätze entstanden. „Das Projekt hat gezeigt, wie wertvoll es ist, bestehende Gebäude mit neuem Leben zu füllen“, betont Initiator Friedrich Agfalterer, der das Dynacenter mit den Partnern Schmidhofer und M-Tec realisiert hat. Aktuell werden 1.586 m2 genutzt. Das Erweiterungspotenzial liegt bei weiteren 650 m2. Je nach Art der Nutzung können dadurch in Summe 100 Arbeitsplätze im Ortskern entstehen. „Ab dem Sommer werden zwei Einheiten frei – eine einmalige Chance, einen Platz in diesem zukunftsweisenden Gebäude zu finden“, lädt Agfalterer ein.

Die Nutzung des Bestandsgebäudes hat 700.000 kg CO2 gespart. Das entspricht rund 5 Millionen Kilometer mit dem PKW. Durch die thermische Sanierung und die moderne Gebäudetechnik können jährlich weitere 75.000 kg an CO2 gespart werden. Die Energiegewinnung erfolgt mittels Luftwärmepumpe, Biomasse sowie einer 75kWp PV-Anlage.


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