Astro-Vorschau 2026: Sonne, Mond und Sterne im Visier
BEZIRK ROHRBACH. Der Blick in den Himmel hält auch für das Jahr 2026 wieder einige Überraschungen bereit. Siegi Ganser von den Astrofreunden Oberes Mühlviertel (AOM), der in Kasten bei St. Peter eine kleine, private Sternwarte betreibt, informiert die Tips-Leser, worauf sie sich im neuen Jahr freuen können.
Das Jahr 2025 ist – astronomisch gesehen – sehr spektakulär zu Ende gegangen: Komet C2025 A6 Lemmon, der erst im Jänner entdeckt worden war und Ende des Jahres zu einem sehr schönen Fernglasobjekt geworden ist, hat einen sehr, sehr langen Ionenschweif entwickelt. Ob sich auch im kommenden Jahr wieder ein heller Komet zeigt, kann man aus momentaner Sicht nicht sagen.
Sonnenfinsternis
Was man aber sagen kann, ist, dass es am 12. August in den Abendstunden zu einer sehr schönen und bis zu 89 Prozent verfinsterten Sonnenfinsternis kommen wird. Dies wird sicher das astronomische Highlight des Jahres sein. Der Mond wird um 19.21 Uhr die Sonne „berühren“, also der erste Kontakt. Dies passiert schon tief im Westen und man kann diese etwa eine Stunde lang beobachten, oder anders gesagt: bis die stark verfinsterte Sonne gemeinsam mit dem Mond untergeht. Wichtig ist bei der Beobachtung ein freier Blick nach Westen und dass man die Sonne nur mit einer speziellen Sonnenfinsternisbrille beobachten sollte. Wer diese Finsternis komplett erleben möchte, sollte den Weg nach Spanien nicht scheuen.
Mondfinsternis
14 Tage später wird es dann zu einer partiellen Mondfinsternis kommen, also am 28. August in den Morgenstunden bzw. schon in der Morgendämmerung.
Unsere Sonne ist immer noch sehr aktiv, sodass wir wieder mit großen Sonnenfleckengruppen und im Zuge dessen auch wieder mit Polarlichtern rechnen dürfen.
Planeten beobachten
Die Planeten Jupiter und Saturn geben derzeit ein abendliches Gastspiel. Jupiter ist die ganze Nacht über zu beobachten. Nach Sonnenuntergang ist er im Osten als das hellste Objekt leicht zu erkennen. Die vier Galiläischen Monde (Io, Europa, Ganymed und Callisto) sind schon im Fernglas zu sehen.
Der Saturn ist nach Ende der Dämmerung im Süden aufzufinden, ab etwa 30-facher Vergrößerung ist auch schon sein Ring, der sich zunehmend öffnet, zu erkennen.
Eine Planetenparade wird es dann noch im November am Morgenhimmel geben, wo es gleich mehrere Planeten auf einmal zu sehen gibt.
Auch dem Meteoritenstrom der Perseiden (Sternschnuppen) steht nichts im Wege, bei Neumond sollten viele von ihnen zu sehen sein.
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