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BEZIRK ROHRBACH. Einstimmig wiedergewählt wurde Thomas Koller als Obmann des Fischereireviers Rohrbach. Unter seiner Führung hat das Revier in den vergangenen Jahren Maßstäbe gesetzt – und in dieser Manier soll es weitergehen.

  1 / 3   Fischermeister Thomas Koller will die Gewässer des Bezirks schützen. (Foto: Fischerrevier Rohrbach)

„Nur wer den Bestand genau kennt, kann ihn wirksam schützen“, ist Thomas Koller überzeugt. Deshalb steht der Fischermeister auch selbst im Einsatz, wenn die Fischbestände mittels Elektrobefischung vor Ort kontrolliert werden. Fische werden dabei schonend paralysiert, gekeschert, vermessen, gewogen, artgenau erfasst und danach unversehrt wieder freigelassen. „Diese wissenschaftliche Methode ist bei Kraftwerkswartungen, Notabfischungen und Schadensfeststellungen nach Gülleeintragungen unverzichtbar“, informierte der Revierobmann bei der Vollversammlung. Er sieht Herausforderungen stets als Chance. So hat er für sein Fischermeisterdiplom die wirtschaftliche Nutzung des invasiven Signalkrebses untersucht.

Überschüssiger Sand wird zu Blumenerde

Auch die Renaturierungsarbeit geht unter seiner Führung voran. „Mehr als 100 Granitsteine zwischen drei und sieben Tonnen wurden in die Große Mühl eingebracht und zudem mehrere Uferausstände revitalisiert. Dank regionaler Firmen und enger Zusammenarbeit mit dem Gewässerbezirk Grieskirchen konnten die Arbeiten kostengünstig und wirkungsvoll umgesetzt werden“, berichtete Koller erfreut. In Zukunft will sich das Fischereirevier Rohrbach verstärkt der Sedimentthematik widmen: „Gemeinsam mit der BOKU Wien entsteht ein innovatives Konzept zur Nutzung von überschüssigem Sand aus Mühlviertler Bächen als wertvolle Blumenerde. Naturschutz und Kreislaufwirtschaft gehen hier Hand in Hand.“

Prädatoren auf Bierdeckeln

Die Interessensvertretung für alle Bewirtschafter im Bezirk Rohrbach weiß natürlich auch um das Problem der Prädatoren Bescheid. Als Information für die Jägerschaft werden Bierdeckel mit Erklärungen über Fischreiher, Gänsesäger oder Fischotter versehen, die mittels QR-Code gelesen werden können.

Prädatoren-Management war auch Thema von Gastreferent Christopher Böck. Der Geschäftsführer des Landesjagdverbandes OÖ wies auf die Notwendigkeit eines verlässlichen Monitorings hin, das die Grundlage für die Regulierung von Prädatoren ist.


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