AIGEN-SCHLÄGL/ULRICHSBERG. Im Einsatz für die Natur standen Polyschüler aus Aigen-Schlägl. Sie haben am Ufer der Großen Mühl heimische Bäume und Sträucher gepflanzt und unterstützten damit das Renaturierungsprojekt der Böhmerwaldschule und des Landes OÖ.

Schon seit etwa fünf Jahren läuft diese Initiative zur Verbesserung der Gewässerqualität, bei der die Waldschule auf die Zusammenarbeit mit Schülern setzt. Gemeinsam werden jeweils im Frühjahr standortgerechte Ufergehölze gepflanzt, um die Artenvielfalt zu fördern, wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu schaffen, den Boden vor Erosion zu schützen und zugleich für Beschattung der Großen Mühl zu sorgen. Erlen, Weidenstecklinge, Moorbirken, Flatterulmen, Linden und Eichen wachsen nun am Flussufer in den Gemeinden Ulrichsberg, Klaffer und Aigen-Schlägl und sorgen für strukturreiche Uferzonen im Natura 2000-Schutzgebiet.
Naturschutz in der Praxis
Knapp zehn Schulen aus dem Bezirk Rohrbach standen seit Projektstart bereits für die Renaturierung und den Gewässerschutz im Einsatz. Zuletzt haben Schüler der Polytechnischen Schule Aigen-Schlägl die Ärmel hochgekrempelt. Sie bekamen dabei nicht nur praktische Einblicke in den Naturschutz, sondern entwickelten auch ein stärkeres Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge. „Es ist beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement die Jugendlichen bei der Sache sind“, betonte eine beteiligte Lehrperson. Teil des vom Land OÖ geförderten Projekts ist stets auch eine Vorbereitungsstunde durch das Team der Böhmerwaldschule in den Klassen, um die Schüler über den Lebensraum am und im Wasser, die Artenvielfalt und die Bedeutung der Uferrandstreifen zu informieren.


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