Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Lembach macht zur Eröffnung der communale Mut zum Frieden

Martina Gahleitner, 17.05.2026 11:22

LEMBACH/OÖ. Mit der communale oö zieht sich ein Veranstaltungsreigen durch das Land, der ganz unter dem Leitmotiv „Mut“ steht und an den Bauernkrieg von 1626 erinnern will. Am Samstag, 16. Mai, wurde dieses Festival in Lembach eröffnet. Hier rückte man nicht das schaurige Erinnern in den Blickpunkt, sondern den Mut zum Frieden.

(Foto: Gahleitner)
  1 / 54   (Foto: Gahleitner)

Natürlich fehlten beim vielseitigen, bunten Programm Rückblicke auf den Bauernkrieg vor 400 Jahren nicht. So beleuchtete etwa ein Filmprojekt der Grauwerk Filmproduktion die Ursachen des Aufstandes. Der Lembacher Markus Hofer präsentierte mit Band sein eigens komponiertes Werk „Echoes of Peasants“, mit dem er die Stimmung des Bauernkriegs in Töne gegossen hat. Und die Theatergruppe Lembach griff jenen Moment auf, als bei einer Schmiede nahe Lembach ein Streit um ein Pferd zwischen bayerischen Soldaten und hiesigen Bauern eskalierte. Hier nahm der oö. Bauernkrieg seinen Anfang.

Feuer des Friedens entfachen

„In Lembach wurde der Funke entzündet, der sich auf das ganze Land ausbreitete. Heute wollen wir das Feuer der Hoffnung, des Mutes und des Friedens entfachen – und dieses soll jeden Tag neu auflodern“, betonte Bürgermeisterin Nicole Leitenmüller beim Festakt. Sie sprach von Zusammenarbeit, Dialog und einer Zukunft, in der sich jeder gehört fühlt. „Für den Frieden muss man sich jeden Tag neu entscheiden und aktiv dafür aufstehen.“

Landeshauptmann Thomas Stelzer stieß ins selbe Horn: „Die communale oö will Mut zum Miteinander und zum Frieden machen. Leute gegeneinander aufzubringen ist einfach. Aber Gemeinschaft und Zusammenhalt zu sichern, das ist eine hohe Kunst.“ Demokratie ist für ihn, wenn „durchs Reden die Leit zamkemman“. Demokratie ist nicht gesichert, nur weil es so in der Verfassung steht. Sie muss mitgestaltet und gefestigt werden.“ Dafür seien eben auch Kunst und Kultur da, um sich mit Demokratie auseinanderzusetzen. Der Blick in die Geschichte zeige, was Menschen anderen antun können, ergänzte der Landeshauptmann. Heute passiert das mit Drohnen und modernen Waffen, aber „am Ende werden Menschen ermordet und abgeschlachtet, die mit dem eigentlichen Konflikt nichts zu tun haben.“

Vielfältige Friedensimpulse

Künstlerische Impulse für den Frieden gab es in Lembach allein bei der Eröffnung schon einige: Historiker Hannes Leidinger und Schauspieler Cornelius Obonya sprachen im Dialog über die anhaltende Wirkung des Bauernkriegs und erzählten von der Fluchtbewegung, die das Land leergefegt hatte; der Schulchor der TNMS Lembach brachte ein selbst gereimtes Friedenslied zu Gehör; ein Friedensweg und eine Friedensfahne wurden gestaltet; die Goldhaubenfrauen haben einen Friedensbaum gepflanzt; Künstler Hermann Eckerstorfer hat Friedensobjekte im öffentlichen Raum installiert; und das Kunsthaus wurde eröffnet. „Wir wollen die Überschrift ‚Mut zum Frieden‘ mit Leben füllen“, sagte Bürgermeisterin Leitenmüller und ist ihrem Kernteam sowie den vielen Ehrenamtlichen, Freiwilligen, Vereinen und Kinderbildungseinrichtungen sowie den Exklusivsponsoren aus Lembach dankbar.

Sie verwies auch gleich auf das Programm, das in den nächsten Wochen und Monaten ansteht. Als weiterer Höhepunkt sei schon mal das Wochenende am 19. und 20. Juni genannt, an dem das LandLaut-Forum und das LandLaut-Marktfest stattfinden. Alle Infos: https://www.lembach-online.at/organisation/mut-zum-frieden-lembach26/


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden