HeartRun: Drei Freunde und eine Idee, die das Mühlviertel bewegt
MÜHLVIERTEL. Wenn Lukas, Xaver und Niko Ende Juli die Laufschuhe schnüren, tun sie das für den guten Zweck: Sie laufen drei Tage lang quer durchs Mühlviertel, um Spenden für drei Kinder aus der Region zu sammeln. Mitlaufen ist ausdrücklich erwünscht.

Die drei Freunde aus Auberg und Kirchschlag wollten die sportliche Herausforderung mit einem sozialen Zweck verbinden. Beim Charity-Projekt geht es also längst nicht mehr nur um Sport. „Es geht um Zusammenhalt, Solidarität und darum, drei Familien aus der Region konkret zu unterstützen“, sagen die jungen Männer.
Ihr Ziel ist es, an drei Tagen – vom 24. bis 26. Juli – einmal quer durch das Mühlviertel zu laufen: vom nordwestlichsten Punkt, dem Dreiländereck im Böhmerwald, bis zum südöstlichsten Punkt, nach Hirschenau. Insgesamt warten herausfordernde 150 Kilometer und mehr als 2.300 Höhenmeter auf die Sportler.
Gemeinsame Bewegung für den guten Zweck
Die Initiatoren wollen natürlich nicht alleine laufen: „Egal ob ein Kilometer, eine Tagesetappe oder die gesamte Strecke: jede Teilnahme zählt. Der Lauf wird dadurch nicht nur zu einer sportlichen Herausforderung, sondern zu einer gemeinsamen Bewegung für den guten Zweck. Es soll sichtbar werden, was möglich ist, wenn eine ganze Region zusammensteht.“ In einer eigenen App für die HeartRun-Challenge sollen sich die Teilnehmer registrieren können, damit die gemeinsam zurückgelegten Kilometer dokumentiert werden können.
Unternehmen laufen mit
Zentrales Element des Projekts ist die Unterstützung durch regionale Unternehmen. Diese „Herz-Partner“ können aus verschiedenen Spendenpaketen wählen. Auch zwei bekannte Hotels entlang der Strecke sowie der Tourismusverband Mühlviertel haben ihre Unterstützung zugesagt.
Wer nicht selbst mitlaufen kann, kann direkt für die Mission spenden. Die Organisatoren garantieren, dass 100 Prozent der Gelder transparent und ohne Umwege bei den Familien ankommen.
HeartRun für Stefan, Raphael und Julian
Für wen wird nun gelaufen? Von Beginn an war für die Initiatoren klar, dass die Spenden im Mühlviertel bleiben sollen. Mit viel persönlichem Einsatz und nach vielen Gesprächen und Telefonaten mit allen 117 Mühlviertler Gemeinden wurden 15 Familien vorgeschlagen. Schließlich entschied das Los und drei Familien, deren Alltag besonders herausfordernd ist, werden unterstützt: Der kleine Stefan aus Liebenau lebt mit dem seltenen Hallervorden-Spatz-Syndrom, eine starke Entwicklungsverzögerung, durch die der Vierjährige noch nicht gehen, selbstständig essen oder nach einem Spielzeug greifen kann. Dazu kommt ein Syndrom, das epileptische Anfälle auslöst.
Der fünfjährige Raphael aus Aigen-Schlägl lebt mit dem Pilarowski-Björnsson-Syndrom. Die seltene genetische Erkrankung führt vor allem zu Entwicklungsverzögerungen und einer Sprachentwicklungsstörung. Raphael verwendet seit kurzem ein spezielles Kommunikations-iPad, um mit seiner Umwelt in Kontakt zu treten.
Beim einjährigen Julian aus St. Georgen am Walde wurde bei der Geburt ein knöcherner Sporn festgestellt, der sein Rückenmark teilte. Nach einer Operation mit nur acht Monaten folgte dann die nächste Nachricht: Julian hat eine Cystische Fibrose, eine unheilbare Stoffwechselerkrankung, die ihn sein ganzes Leben begleiten wird. Für die drei Familien soll der HeartRun finanzielle Entlastung schaffen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden