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1945 gehörte die CSR noch nicht zum Ostblock. 1946 setzt aber die Vertreibung der Deutschsprachigen mit größter Heftigkeit ein.1948 riss der Kommunist Klement Gottwald in einem Staatsstreich die gesamte Macht im Staat an sich.

Unter Klement Gottwald wurde 1948 die CSR in den Ostblock eingegliedert.
Unter Klement Gottwald wurde 1948 die CSR in den Ostblock eingegliedert.
Die Grenzübergänge wurden geschlossen, die tschechische Zollwache abgezogen und das Gebiet vom Militär bewacht. Die Soldaten verweigerten feindselig jeden Kontakt. Täglich kam es zu Schießereien. Auf Feldern und Wiesen pflanzten Arbeiter Fichtensetzlinge. In der Nacht schlichen Soldaten um die Häuser und leuchteten mit Taschenlampen in die Fenster. Die Angst begann umzugehen und die Grenzbewohner fürchteten sich. Mit der Eingliederung der CSR 1948 in den Ostblock brach jeglicher Kontakt zur Nachbarschaft ab.   Zum Schutz des kommunistischen Ostblocks kam es 1950/1951 zum Bau des „Eisernen Vorhanges.“ Kasernen für das Militär wurden gebaut. Der Grenzstreifen war nach der Vertreibung entvölkert, nur Vieh weidete in Herden auf den Wiesen. Hirten lebten in Hütten, denn die Häuser der Vertriebenen wurden gebrandschatzt. Die Gemeinde Reiterschlag mit dem Pfarrort Deutsch Reichenau in unmittelbarer Nachbarschaft ist völlig entvölkert. Sie war von 1938 bis 1945 dem Bezirk Rohrbach mit ihren 2200 Einwohnern und den drei Schulen einverleibt. Nun ist sie der tschechischen Gemeinde Heuraffl angegliedert, die sich im Westen bis zum ebenfalls zerstörten Ort Glöcklberg erstreckt. Die Tschechen bezeichnen das Gebiet als Pasetschna, das heißt Weideland. In dieser Region liegt auch St. Thoma mit einem Kirchlein und umringt von den Ruinen ehemaliger Dörfer der deutschsprachigen Bevölkerung. Verfasser: Fritz Winkler

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