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BEZIRK. Gerade in solch herausfordernden Zeiten tut es gut, sich die Sorgen von der Seele sprechen zu können. Für Landwirte steht dafür das bäuerliche Sorgentelefon zur Verfügung.

Auch im Alter oder bei schwerer Krankheit in seiner vertrauten Umgebung zu bleiben, ist für viele alte Menschen besonders wertvoll. Foto: Zauner

Während Corona selbst mit Fieber, Atembeschwerden und ähnlichen Symptomen einhergeht, tragen die Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus maßgeblich zu geänderten Lebensumständen bei. „Fehlende soziale Kontakte, Einsamkeit oder durch die Pandemie ausgelöste Einkommensrückgänge führen auch auf den landwirtschaftlichen Betrieben zu herausfordernden Situationen“, weiß Hedwig Lindorfer, Vorsitzende der Bäuerinnen.

Am bäuerlichen Sorgentelefon, erreichbar unter 0810/676 810, kann man sich Sorgen von der Seele sprechen. „In einer verzwickten Situation kann es oftmals schon helfen, mit jemandem zu sprechen, der in der bäuerlichen Lebenswelt zu Hause ist und Verständnis für Probleme unserer Berufsgruppe hat. Geschulte Gesprächspartner hören sich die Probleme an und versuchen gemeinsam mit den Betroffenen, Lösungsmöglichkeiten zu finden“, so die Vorsitzende. Das bäuerliche Sorgentelefon ist eine einfache und anonyme erste Anlaufstelle für kleine und große Probleme von Menschen aus dem land- und forstwirtschaftlichen Bereich.

Herausforderung Pflege

Unterstützung sollte man vor allem auch annehmen, wenn es um die Betreuung und Pflege älterer Menschen geht. „Gerade auf bäuerlichen Betrieben wird die Pflege von Eltern, Schwiegereltern oder anderen Familienangehörigen übernommen und oftmals noch als selbstverständlich gesehen. Dies ist keine einfache Aufgabe, die den Angehörigen oft vieles abverlangt“, sagt Hedwig Lindorfer. Sie weiß aus eigener Erfahrung, wie wertvoll Hilfe von außen ist. „Auch wenn es anfangs große Überwindung gekostet hat, Hilfe anzunehmen, war diese Entscheidung im Nachhinein gesehen eine der wertvollsten und wichtigsten für uns in dieser herausfordernden Zeit. Neben den mobilen, sozialen Diensten war für mich und meine Familie das Mobile Hospiz- und Palliativteam eine großartige Stütze“, erzählt die Bäuerin.

- Der Sozialhilfeverband ist erste Anlaufstelle, wenn es um Pflege, Betreuung und Demenzberatung geht. Das Team gibt kostenlos und unverbindlich fachkompetente Auskunft. Ansprechperson: Gerlinde Arnreiter (07289/8851-69318) und Silvia Pfoser (07289/8851-69344)

- Die Mobile Hospiz- und Palliativecare bietet für Menschen mit unheilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankungen sowie deren Bezugspersonen eine umfassende, unentgeltliche Betreuung und Begleitung zuhause an. Ansprechperson: Margit Niederleitner (0676/8776 2482)

- Bäuerliches Sorgentelefon: 0810/ 676 810 (zum Ortstarif), Montag bis Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr


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