Alois Höller im Waldviertel am Stockerl
OEPPING. Rund vier Wochen nach einem Fahrradsturz gab der Götzendorfer erneut ein Comeback im Rennauto. Die Sommerhitze und ein unverschuldeter Crash brachten Mensch und Material im Waldviertel ans Limit.

Bei hochsommerlichen Temperaturen ging der vierte Lauf der österreichischen Rallycross-Staatsmeisterschaft in der MJP-Arena über die Bühne. Kurz vor dem Rennen wurde der Mühlviertler Rekordmeister nach seinem Handgelenksbruch für fit erklärt. „Es geht schon, ein bisschen zwickt es noch, aber beim Fahren habe ich keine Einschränkungen“, biss Höller die Zähne zusammen.
Im ersten Vorlauf reichte es nur zur fünften Gesamtzeit, auch weil abermals das Getriebe streikte. Im zweiten Vorlauf am Samstagnachmittag zeigte Höller aber wieder seine Sonderklasse und brannte bei einsetzendem Regen eine wahre Fabelzeit in den Waldviertler Asphalt. Er war gleich um mehrere Sekunden schneller als all seine Konkurrenten bei den Supercars.
Crash am Sonntag
Der Sonntag begann verheißungsvoll: Höller war trotz Jokerlap schon wieder dicht an seinem Markenkollegen Norman Ganser dran, als dieser bei einem Dreher viel Staub aufwirbelte und Höller dem gestrandeten Ford Fiesta nicht mehr ausweichen konnte. „Ich habe nichts mehr gesehen, es ist zum Aus-der-Haut-Fahren, jetzt müssen wir wieder alles reparieren“, machte sich Höller und sein Team gleich daran den Schaden vorne links zu beheben.
Stockerl als Belohnung
Für den vierten Vorlauf brachten Höllers Mechaniker den Ford Fiesta wieder flott – Höller dankte es seiner Mannschaft mit der drittschnellsten Zeit. Im Finale ließ der Rekordmeister nichts anbrennen und fuhr abermals auf Platz drei.
„Ich bin zufrieden mit dem Stockerl und froh, dass wir alles vor Ort reparieren konnten. Gegen die WM-Autos ganz vorne haben wir ohnehin keine Chance“, ordnet der Rennfahrer aus Oepping seine Platzierung ein.
Das nächste Rennen für Alois Höller findet am 8. und 9. August abermals in der MJP-Arena in Fuglau bei Horn statt. Die Zeit bis dorthin wird der Mühlviertler nutzen, um einerseits seine Handverletzung weiter auszukurieren und andererseits seinen Ford Fiesta gründlich zu servicieren.


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