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Im zweiten Teil unserer Breitband-Initative zeigt E-Commerce-Spezialist Peter Radler auf, dass jetzt gehandelt werden muss, um für die Zukunft gerüstet zu sein.

Um für die Zukunft gerüstet zu sein, muss die Internet-Geschwindigkeit weiter wachsen. Foto: Wodicka

„Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung“, war sich der deutsche Kaiser Wilhelm der II. vor über 100 Jahren sicher. Doch nicht nur der letzte preußische Monarch unterschätzte den technischen Fortschritt.

In den 1960er-Jahren war mein Großvater Obmann einer Güterweg-Initiative. Es war gerade die Zeit, als die Motorräder von den Autos als wichtigstes Verkehrsmittel am Land abgelöst wurden. Jedoch nicht alle erkannten damals, wie bedeutsam diese noch werden sollten und zweifelten das Vorhaben an.

Eine Telefonleitung für acht Haushalte

Beim Aufbau des Telefonnetzes während der 1970er Jahre, gab es zuerst Achtelanschlüsse und später Viertelanschlüsse. Dabei teilten sich acht bzw. vier Haushalte je eine Telefonleitung. Man war überzeugt, dass dies reichen wird. Heute ist es genau umgekehrt: jeder Haushalt hat im Durchschnitt vier Telefone und eine geviertelte Telefonleitung wäre unvorstellbar.

In den 1980er Jahren plante das Gros der Häuslbauer nur eine Garage. Dass ein Zweitauto später zum Standard wird, bedachten damals die Wenigsten. Das so entstandene Platzproblem wurde oftmals durch kostenintensive Zubauten gelöst.

Mitte der 1990er Jahre wurden die ersten Mobiltelefonbesitzer belächelt. Nicht selten hörte man Witze über die sogenannten „Handymen“ die als „Wichtigtuer“ galten. Jedoch noch vor der Jahrtausendwende waren bereits große Bevölkerungsteile mobil erreichbar.

Telefonieren und SMS schreiben ist zu wenig

In den 2000er Jahren, als die ersten Smartphones aufkamen, meinten viele, dass Telefonie und SMS völlig ausreichten. Im Gegensatz dazu sind jetzt Dienste wie WhatsApp oder Google Maps bei Schülern sowie auch bei Senioren äußerst beliebt.

Und heute im Jahr 2017 hört man manchmal, dass ein Glasfaseranschluss nicht nötig wäre, da die Internetgeschwindigkeit akzeptabel sei. Wenn wir jedoch aus der Vergangenheit lernen und den technischen Fortschritt richtig einschätzen, dann werden wir in fünf bis zehn Jahren anders darüber denken. Nur handeln sollte man jetzt. Die Hälfte der Breitbandmilliarde ist nämlich bereits ausgeschrieben.

Verfasser: P. Radler

Wer sich einen Glasfaser-Internetanschluss für sein Dorf, seine Ortschaft oder Gemeinde wünscht, ist bei der Nebelberger Glasfaser-Nacht richtig: Am Freitag, 16. Juni, ab 16 Uhr besteht die einmalige Gelegenheit, sich direkt mit den Initiatoren eines landesweit beachteten Glasfaserprojekts auszutauschen. Alle Infos auf www.glasfasergemeinde.at


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