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BEZIRKE ROHRBACH/URFAHR-UMGEBUNG. Um rund zehn Quadratkilometer kleiner als bisher wird der Bezirk Rohrbach künftig sein. Dass die Gemeinde Schönegg in den Bezirk Urfahr-Umgebung abwandern kann, macht eine Verordnung der OÖ. Landesregierung möglich, die am Montag beschlossen wurde.  

Nur noch rund drei Monate lang wird Schönegg zum Bezirk Rohrbach gehören. Foto: Weihbold
Nur noch rund drei Monate lang wird Schönegg zum Bezirk Rohrbach gehören. Foto: Weihbold

Diese Verordnung ermöglicht die Fusion der Gemeinden Schönegg und Vorderweißenbach mit 1. Jänner 2018. Die neue Gemeinde trägt den Namen Marktgemeinde Vorderweißenbach und ist zur Gänze im Bezirk Urfahr-Umgebung angesiedelt. Diese Änderung der Bezirksgrenzen bedarf noch der Zustimmung der Bundesregierung, was aber eine reine Formsache sein dürfte. Als Bürgermeister für die neue, größere Marktgemeinde Vorderweißenbach will sich Leopold Gartner (ÖVP) weiterhin zur Verfügung stellen, Vizebürgermeister soll mit David Köck (ÖVP) ein Schönegger werden.

Verwaltungsgemeinschaft bahnt sich an

Die Gemeinden Afiesl, Ahorn, Helfenberg und St. Stefan befinden sich jeweils in Fusionsgesprächen und streben eine Fusionierung mit 1. Jänner 2019 an. Zwischen Afiesl und St. Stefan bahnt sich bereits eine erste Form der künftigen näheren Zusammenarbeit an. Der Steffinger Gemeinderat möchte in seiner Sitzung am 20. September bereits einen Grundsatzbeschluss über die Gründung einer Verwaltungsgemeinschaft mit Afiesl fassen.

Ausdruck der neuen Zeit

Landeshauptmann Thomas Stelzer appelliert an den Reformwillen der Gemeinden als Ausdruck der neuen Zeit: „Die Zusammenlegung zeigt, dass die Zusammenarbeit nicht vor Bezirksgrenzen Halt macht und die Bürgerinnen und Bürger den sinnvollen Fusionsgedanken unterstützen, sofern er nicht am grünen Tisch verordnet, sondern aus der Region heraus getragen wurde.“

Optimale Nutzung von Synergien

Für Landesrat Max Hiegelsberger ist das oberste Ziel in der interkommunale Zusammenarbeit die optimale Nutzung von Synergien zur Sicherstellung einer wirtschaftlich optimierten, bedarfsgerechten und leistbaren Infrastruktur in Oberösterreichs Gemeinden: „Gerade im ländliche Raum müssen wir verstärkt auf den Kooperationsgedanken setzen. Es gilt nachhaltige, gemeindeübergreifende Maßnahmen zum Wohle der Gemeindebürgerinnen und -bürger zu setzen.“

Vermeintliche Hürden sind kein Problem

„Die Gemeindefusion der Gemeinden Schönegg und Vorderweißenbach zeigt uns, dass vermeintliche Hürden mit Durchsetzungskraft und Willen kein Problem darstellen“, zeigt sich der für die Gemeindeaufsicht zuständige Landesrat Elmar Podgorschek (FPÖ) nach dem Beschluss der Regierungssitzung über die Vereinigung der beiden Gemeinden und der Änderung der Bezirksgrenzen zufrieden.


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