Elf Hauben im Bergergut vereint
AFIESL. Sechs Köche, elf Hauben und jede Menge Know-how vereinigen sich am 27. November im Culinariat by Bergergut in Afiesl zu einer ganz und gar ungewöhnlichen Koch-Session rund um das Milchkalb.

Die Liste der Köche an diesem Abend liest sich wie das Who´s who der oberösterreichischen Feinschmeckerszene: Philip Rachinger (Mühltalhof Neufelden), Lukas Nagl (Bootshaus Traunsee), Lukas Kienbauer (Restaurant Lukas Schärding), Werner Traxler, Andreas Priestner (beide Muto Linz) und nicht zuletzt Hausherr Thomas Hofer schwingen den Kochlöffel und jeder von ihnen wurde bei der jüngsten Bewertung des Gault Millau mit zwei, Philip Rachinger mit drei Hauben ausgezeichnet.
Jeder Teil ein Genuss
Sie zelebrieren am 27. November das Milchkalb, das in Form des Wiener Schnitzels eines der absoluten Lieblingsgerichte der Österreicher ist, und zwar „from nose to tail“.
„Im Mittelpunkt steht die artgerechte Haltung und Schlachtung eines Milchkalbs und daraus entstehende Leckerbissen. Und hier wollen wir sechs Köche zeigen, dass eine Schlachtung dann ganz einfach dazu gehört, auch wenn der Konsument das lieber nicht sehen möchte. Wichtig ist die höchst wertschätzende und hochwertige Art und Weise, sowie die Verwendung möglichst aller Teile eines Tieres. Und diese Herangehensweise unterscheidet sich maßgeblich zu Massentierhaltung und Co, also von beinahe allen Produkten im Großhandel“, erklärt Bergergut-Küchenchef Thomas Hofer.
Von der Geburt bis zur Schlachtung
Das Bio-Milchkalb stammt vom Bauernhof von Hermann Brenner in Piberschlag bei Helfenberg: „Bei uns werden die Milchkälber nach der Geburt mit reiner Vollmilch direkt von unseren Kühen aufgezogen. Wenn sie rund drei Monate alt sind und etwa 80 Kilo wiegen, werden sie stressfrei bei uns zuhause geschlachtet und sofort verarbeitet. Die Fleischqualität ist besonders hoch“, erklärt Hermann Brenner, dessen Erzeugnisse von vielen Top-Lokalen in der Region, wie etwa dem Mühltalhof, dem Keplingerwirt, den Hotels Guglwald und Bergergut, dem Sternsteinhof oder dem Gasthaus Haudum hoch geschätzt werden.
Freunde seit Jahren
Die sechs Haubenträger haben sich dort und da beim Arbeiten in verschiedenen Häusern und Positionen kennengelernt, unter anderem im besten Restaurant Österreichs, dem „Steirereck“. Mittlerweile sind sie alle selbstständig tätig. Um den „jungen“ Zugang zur neuen österreichischen Küche sowie Nachhaltigkeit und die Verwendung von hochwertigen Produkten zu stärken und forcieren, haben sie 2015 beschlossen, eine gemeinsame Veranstaltungsreihe ins Leben zu rufen – aus Freundschaft untereinander und aus Liebe zum gemeinsam gelebten Beruf: Koch sein. Der Abend ist eine Fortsetzung der Reihe „Sechs Köche und ihr Brei“.
Lagerfeuerstimmung
Der Abend im Bergergut beginnt am Lagerfeuer, wo „Happen vom Milchkalb aus dem Feuer“ serviert werden und gipfelt in einem Dinner-Menü samt Bierverkostung rund um die verschiedensten Teile des Tieres.


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