Anzahl der Dämmerungseinbrüche könnte mithilfe von Smart Home-Technik drastisch reduziert werden
KOLLERSCHLAG. Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt auch die Zahl der Einbrüche jedes Jahr enorm an. Während viele noch in der Arbeit sind, nutzen Dämmerungseinbrecher den frühen Sonnenuntergang, um sich Zugang zu den leeren Häusern zu verschaffen. Mit Tipps der Polizei kann das Risiko gesenkt werden, wirklich sicher ist das Haus aber nicht. Laut dem österreichischen Unternehmen Loxone könnte die Anzahl der Einbrüche mithilfe von Smart Home-Technik drastisch reduziert werden. Gründer und CEO Martin Öller gibt Einblicke in die Abwehrmechanismen, mit denen intelligente Häuser die Täter in die Flucht schlagen.

Wie jedes Jahr im Herbst warnt die Polizei auch heuer wieder vor Dämmerungseinbrüchen, da die meisten Straftaten im Zeitraum zwischen November und Jänner stattfinden. Viele Einbrecher nutzen die frühen Abendstunden, um in Häuser und Wohnungen einzubrechen, während die Besitzer noch in der Arbeit sind. Dank verstärkter Aufklärungsarbeit und Präventionsmaßnahmen seitens der Polizei sanken die Dämmerungseinbrüche von 2015 auf 2016 um 3,1 %, dennoch besteht in der Herbstzeit nach wie vor ein sehr hohes Risiko. Letztes Jahr gab es zwischen November und Dezember mehr als 40 Tatorte pro Tag in Österreich*. Durch den Einbau von Smart Home-Technologien kann der Einbruchschutz jedoch um ein Vielfaches erhöht werden. Der österreichische Smart Home-Entwickler Loxone gibt einen Einblick in den modernen Einbruchschutz.
Gelegenheit macht Diebe
Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass die Täter in rund zwei Dritteln der Fälle ihre Zielobjekte nicht systematisch ausspähen, sondern spontan dort einsteigen, wo es ihnen leicht gemacht wird. Offene Türen und gekippte Fenster laden sie förmlich dazu ein. „77 Prozent aller Einbrüche passieren durch das Aufhebeln eines Fensters – und das in nur acht Sekunden“, weiß Martin Öller, Gründer und CEO von Loxone. Um diese „Gelegenheiten“ für Einbrecher zu eliminieren, hat Loxone eigene Abwehrmechanismen entwickelt. Beispielsweise meldet das Smart Home bei Einbruch der Dunkelheit, aber auch bei aufkommenden Stürmen, wenn Fenster, Türen oder die Garage offenstehen. Darüber hinaus kann eine intelligente Anwesenheitssimulation zusätzlich abschrecken. „Unser Loxone Smart Home lernt die Gewohnheiten seiner Bewohner kennen und simuliert Anwesenheit bei deren Abwesenheit. Diese Art der Simulation ist wesentlich wirkungsvoller und einfacher, als bloß Zeitschaltuhren einzustellen“, erklärt Öller.
Verschiedene Alarmstufen, um Täter in die Flucht zu schlagen
Auch beim Alarm geht das Smart Home intelligent vor und wartet mit einer ganzen Alarmierungskette auf. Kommt es zu einem Einbruchsversuch, wird dieser vom Haus registriert. Der „Stille Alarm“ benachrichtigt zunächst den Eigentümer auf Wunsch via E-Mail, Anruf oder Push-Nachricht. Es folgt ein akustischer Alarm, bei dem die Musikanlage zur hauseigenen Sirene wird, die in allen Zonen einen an- und abschwellenden Alarmton abspielt. Zusätzlich fahren alle Jalousien hoch und das Licht beginnt zu blinken. So wird das Haus von außen einsehbar, die Nachbarn werden aufmerksam und die Einbrecher ergreifen die Flucht. Darüber hinaus ist es möglich, den Alarm direkt an einen Sicherheitsdienst oder die nächste Polizeistation weiterzuleiten.
Loxone setzt dabei auf eine Komplettlösung, die die einzelnen Komponenten im Haus sinnvoll vernetzt und in die Abwehr integriert. So funktionieren die Alarmfunktionen über die bestehenden Elemente wie Präsenzmelder, Tür- bzw. Fensterkontakte, Beleuchtung, Beschattung und Musik Server System. Ein zusätzliches Alarmsystem ist nicht nötig. „Ein echtes Smart Home sollte mehr können als Einkaufslisten zu erstellen oder eine nette App zur Heizungssteuerung bieten. Wir setzen daher auf eine Komplettlösung, die die Bewohner und die eigenen vier Wände verlässlich schützt und gleichzeitig ihr Leben spürbar entlastet. Unser Smart Home nimmt so den Bewohnern mehr als 50.000 Handgriffe pro Jahr ab und schenkt ihnen damit mehr Zeit zum Leben“, unterstreicht Öller das Potenzial von intelligenten Häusern und ist überzeugt: „Durch den Einsatz intelligenter Technik kann die Anzahl der Einbrüche wesentlich gesenkt werden.“


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