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Spatenstich für Großprojekt: ÖkoFEN investiert 20 Millionen in den Standort Niederkappel

Sevim Demir, 28.04.2021 14:15

NIEDERKAPPEL. Unter dem Motto „Wir bauen für das Klima“ setzte Familie Ortner am Mittwoch, 28. April, bei strahlendem Sonnenschein und einem stolzen Lächeln auf den Lippen Spatenstich für die Erweiterung der ÖkoFEN-Zentrale in Niederkappel.  

  1 / 3   v.l.: Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner, ÖkoFEN Gründer Herbert Ortner, Geschäftsführer Stefan Ortner und Klimaschutzlandesrat Stefan Kaineder (Foto: Peter Christian Mayr, ÖkoFEN)

Gerne hätte man diesen besonderen Tag gemeinsam mit allen Mitarbeitern gefeiert, sagt ÖkoFEN-Gründer Herbert Ortner in seiner Ansprache. Aufgrund der Situation sind diese aber per Video dazugeschaltet, denn der 28. April ist im Niederkapplinger Unternehmen ein wahrer Freudentag. ÖkoFEN setzt Spatenstich für eine Firmenerweiterung: Die Produktionsfläche wird von 14.000 auf 28.000 Quadratmeter verdoppelt und ein neues, hochmodernes Logistikzentrum entsteht. „Mit der Erweiterung verdoppeln wir die Produktionskapazität auf bis zu 40.000 Pelletsheizsysteme pro Jahr. Ganz wichtig ist uns auch, 50 neue Arbeitsplätze zu schaffen“, berichtet Geschäftsführer Stefan Ortner. Der zusätzliche Platz, ist laut Ortner auch dringend nötig: „Der Umsatz hat sich in den letzten drei Jahren verdreifacht, mit diesem Ergebnis rechnete ich eigentlich erst im Jahr 2023.“

Weiterhin kein Schichtbetrieb

Das zweistöckige Gebäude wird sich optimal in die umliegende Landschaft einfügen und mit Arbeitsplätzen mit Blick ins Grüne punkten. Die durch den Zubau zusätzlich benötigten Parkplätze werden als Tiefgarage unter der Erde errichtet. Trotz der Erweiterung und der Anstellung neuer Mitarbeiter, verzichtet ÖkoFEN auch weiterhin auf Schichtbetrieb und Fließbandarbeit: „Auch nach all den Jahren ist es bei uns so, dass ein Mitarbeiter einen Kessel fertigt“, zeigt sich Stefan Ortner stolz.

Zeichen für die Umwelt

Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein steht beim Neubauprojekt ganz oben. Das Logistikzentrum wird in Holzbauweise in Zusammenarbeit mit der Baufirma Brüder Resch aus Ulrichsberg errichtet. Rund 1.800 Kubikmeter Holzbaustoffe aus der Region werden in der neuen Halle verarbeitet. Dies entspricht insgesamt etwa 3.300 Festmetern Rundholz. Damit setzt ÖkoFEN abermals ein deutliches Zeichen für die Umwelt. „Unternehmen, so wie ÖkoFEN eines ist, die derart viel auf Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit setzen, werden weltweit gebraucht. Ich bin mir sicher, dass das Unternehmen durch den Zubau noch mehr floriert, denn 'eure Kessel werden gebraucht'“, richtet Klimaschutzlandesrat Stefan Kaineder seine Worte an die Familie Ortner. „ÖkoFEN ist seit vielen Jahren ein oberösterreichischer Pionier- und Paradebetrieb im Bereich der Nutzung erneuerbarer Energien. Das Unternehmen liefert damit nicht nur Heizsysteme zur Umsetzung der Energiewende bei uns, sondern mit einem Exportanteil von mehr als 90 Prozent auch weltweit. Ich gratuliere diesem Ökoenergie-Musterbetrieb zu seinem Ausbauprojekt“, so Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner, der im Anschluss seiner Grußworte eine ganz besondere Überraschung auf Lager hatte.

Goldenes Verdienstzeichen für Herbert Ortner

Nicht damit gerechnet hat Gründer Herbert Ortner, dass er am ohnehin schon sehr freudvollen Tag obendrauf das Goldene Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich verliehen bekommt. „Herbert Ortner ist ein echter Pionier der Energiewende und hat durch sein Wirken wesentlich zur weltweit führenden Rolle Oberösterreichs im Bereich der Biomasse und darüber hinaus bei erneuerbaren Energien beigetragen“, würdigt Landesrat Achleitner die Verdienste von Herbert Ortner.

Familie ist größte Stütze

Ortner war im Jahr 2000 auch maßgeblich an der Gründung des Ökoenergie-Clusters, dem Netzwerk der oberösterreichischen Energietechnologieunternehmen beteiligt und fungierte bis 2015 als Beiratssprecher. Seit dem Jahr 2002 ist er mit seinem Unternehmen auch Mitglied im Energiesparverband des Landes OÖ und unterstützt dort maßgeblich den Weg Oberösterreichs zur Energietechnologie-Leitregion. „1997 haben wir die erste Pelletsheizung auf den Markt gebracht. Seither wurden mehr als 100.000 Stück verkauft. Wir haben Höhen und Tiefen hinter uns. Aber heute stehen wir hier, blicken stolz auf das Geschaffte zurück und schauen mit Zuversicht in die Zukunft. Und wenn ich von 'wir' spreche, dann meine ich meine Frau Elfriede und meinen Sohn Stefan. Ohne meine Familie wäre all das nicht möglich gewesen. Es erfüllt mich mit Stolz, dass Stefan das Unternehmen mit sicherer Hand und Kompetenz weiterführt“, bringt Herbert Ortner seine Freude über das Verdienstzeichen sichtlich gerührt zum Ausdruck.

Fertigstellung für 2022 geplant

„Wir haben sehr viel Hirnschmalz in die Planung dieses Projekts gesteckt“, lacht Stefan Ortner und ergänzt: „Wir alle freuen uns auf die Realisierung und sind motiviert, nach der Fertigstellung im Frühjahr 2022 mit neuen Kräften und Kapazitäten durchzustarten, um der hohen Nachfrage an unseren Pelletsheizungen weiterhin gerecht zu werden.“


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