Warum billig einkaufen teuer kommen kann
ROHRBACH-BERG. Unsere Leserin Maria Schwarzbauer hat sich Gedanken über die Nahrungsmittelproduktion in der EU gemacht und zeigt auf, wie wichtig regionales Einkaufen ist.

Verbrauchern wird vorgegaukelt, sie würden billige Nahrungsmittel kaufen. Die Realität sieht aber so aus: Mit unseren Steuern finanzieren wir ein System, in dem Produzenten für ihre Arbeit so wenig bekommen, dass sie davon nicht leben können und mit Förderungen unterstützt werden müssen, die natürlich – no na – aus unseren Mitgliedsbeiträgen kommen.
Nebeneffekte: Ausufernde Bürokratie, Missbrauch von Förderungen (=Geldverschleuderung), Verlust tausender Arbeitsplätze weil kleine Produzenten aufgeben müssen, millionenfaches Tierleid, schleichender Zusammenbruch des Ökosystems durch Industrialisierung der Landwirtschaft, usw. Wer kann sich so ein krankes System bloß ausdenken bzw. warum wird es nicht abgeschafft? Die Antwort findet sich in der Argumentation von den Sachzwängen.
Langfristige Konsequenzen bedenken
Die wahre Ursache liegt aber wohl darin, dass heutige Gesellschaften mehrheitlich unwillig/unfähig sind, die langfristigen Konsequenzen ihres Tuns zu bedenken und danach zu handeln. Verbraucher, die bei diesem Irrsinn nicht mehr mitmachen wollen, bleibt derzeit nur die Möglichkeit, ihre Lebensmittel aus der Direktvermarktung zu beziehen und zusätzlich mit ihren Steuern diesen Missbrauch der menschlichen Vernunft mitzufinanzieren. Einzige Chance, diesem Treiben Herr zu werden, ist, wenn das eine große Mehrheit der Konsumenten begreift und die Politik damit zum Handeln zwingt.
Verfasserin:
Maria Schwarzbauer, Rohrbach-Berg


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